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Fed-Chefin Janet Yellen scheidet Ende der Woche aus dem Amt. Foto: Pablo Martinez Monsivais/Archiv

Weiterer Zinsschritt erwartet

Fed lässt Leitzins bei letzter Sitzung unter Yellen stabil

Janet Yellen hat ihre letzte wesentliche Amtshandlung hinter sich. Die mächtigste Notenbankerin der Welt übergibt den Staffelstab an ihren Nachfolger Jerome Powell. Die Zinsen bleiben vorerst konstant.

Washington (dpa) - In der letzten Sitzung unter Leitung von Notenbank-Chefin Janet Yellen hat der Offenmarktausschuss der Federal Reserve den Leitzins unangetastet gelassen. Die Entscheidung war an den Märkten erwartet worden.

Die Fed hatte ihre Zinsen zuletzt erst im Dezember um 0,25 Punkte auf einen Zielkorridor von 1,25 bis 1,50 Prozent erhöht. Allerdings rechneten am Mittwoch viele Marktbeobachter mit einem Zinsschritt der Fed im März.

Im laufenden Jahr wird in den USA mit weiteren Zinsschritten auf dem Kurs der Notenbank in Richtung Normalisierung der Geldpolitik gerechnet. "Der Ausschuss erwartet, dass die wirtschaftlichen Bedingungen sich in einer Weise entwickeln werden, die weitere moderate Erhöhungen bei der Federal Funds Rate rechtfertigen wird", heißt es in einer Stellungnahme des Offenmarktausschusses.

Notenbankchefin Yellen gibt die Leitung der wichtigsten Zentralbank der Welt am Ende der Woche an ihren Nachfolger Jerome Powell ab. US-Präsident Donald Trump hatte den Vertrag Yellens, die unter seinem Vorgänger Barack Obama 2014 in das machtvolle Amt gekommen war, nicht verlängert.

Powell gilt als maßvoller und moderater Notenbanker, der das besondere Vertrauen von US-Finanzminister Steven Mnuchin genießt.

Die 71 Jahre alte Yellen kann auf eine erfolgreiche Zeit als Notenbank-Chefin zurückblicken. Die meisten Aktienindizes haben sich in ihrer Amtszeit deutlich nach oben entwickelt. Sie leitete im Jahr 2015 die Normalisierung der Geldpolitik ein nach einer langen Phase der Zinsen praktisch auf Null-Niveau. Inzwischen kam es zu fünf moderaten Erhöhungen.

Während Yellen die Aufgabe zuteil geworden war, eine noch immer von der Finanzkrise gezeichnete Volkswirtschaft wieder zum Laufen zu bekommen, sind die Herausforderungen für ihren Nachfolger Powell andere: Er muss bei nahezu Vollbeschäftigung verhindern, dass die amerikanische Wirtschaft überhitzt - zumal die Regierung von Trump mit erheblichen politischen Eingriffen die Konjunktur weiter befeuert.

Trump hat mit seiner Steuerreform die Aktienkurse auf Rekordniveau getrieben und will nun mit einem Infrastrukturprogramm 1,5 Billionen Dollar Steuergeld in die US-Wirtschaft pumpen.

Mitteilung Federal Reserve

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