Staatsdiener melden sich wieder häufiger krank

München - Beamte und andere Staatsdiener melden sich wieder häufiger krank: Die Zahl der Ausfälle wegen Krankschreibung sei jetzt wieder so hoch wie zuletzt im Jahr 2001, hieß es.

Erstmals seit Jahren stiegen 2009 die Fehlzeiten wegen Krankheit leicht auf 10,4 Tage und damit auf den höchsten Stand seit 2001, wie Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) am Montag in München mitteilte.

Im Jahr 2007 hatten die Beschäftigten des Freistaats krankheitsbedingt im Schnitt noch 9,7 Tage gefehlt. Fahrenschon betonte aber, die Staatsdiener seien weiterhin wenig krank und bräuchten den Vergleich mit der Privatwirtschaft nicht zu scheuen. Der Anstieg bei den Fehlzeiten liege im allgemeinden Trend.

Das Ministerium verwies unter anderem auf zwei Grippewellen im Frühjahr und im Herbst 2009. Deshalb sei von den Krankenkassen eine deutliche höhere Zahl von Atemwegserkrankungen verzeichnet worden. Zudem seien Beschäftigte wegen der sogenannten Schweinegrippe schon bei leichteren Symptomen zu Hause geblieben, um Kollegen zu schützen.

Die Quote, der Anteil der Krankheitstage an der Gesamtzahl der Arbeitstage, stieg im Jahr 2009 auf 4,2 Prozent. 2007 hatte sie noch bei 3,9 Prozent gelegen. Die Statistik wird alle zwei Jahre erhoben. Die gute Fehlzeitenquote zeige die hohe Motivation der bayerischen Staatsbediensteten, betonte Fahrenschon. Ähnlich äußerte sich der Chef des Bayerischen Beamtenbundes (BBB), Rolf Habermann. “Diese Motivation darf aber nicht durch leichtfertige Sparmaßnahmen für haushaltspolitische Probleme, die die Beschäftigten nicht zu vertreten haben, aufs Spiel gesetzt werden“, mahnte Habermann.

dpa

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