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Cyber-Angriff: Hacker legen Produktion bei Traktoren-Hersteller Fendt lahm 

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Von: Thomas Schmidtutz

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Fendt Unternehmenssitz in Marktoberdorf: Nach einem Cyberangriff steht beim Traktorenhersteller die Produktion still.
Fendt Unternehmenssitz in Marktoberdorf: Nach einem Cyberangriff steht beim Traktorenhersteller die Produktion still (Archivbild). © Karl-Josef Hildenbrand

Der Traktorenhersteller Fendt ist Opfer einer schweren Hacker-Attacke geworden. Die Produktion steht still. Tausende Mitarbeiter müssen zu Hause bleiben.

Marktoberdorf – Beim Traktorenhersteller Fendt steht nach einem Hackerangriff die Produktion am Stammsitz in Marktoberdorf im Allgäu still. Berichten zufolge müssen jetzt alle Computer überprüft werden. Mail-Anfragen laufen ins Leere. Auch die Telefonleitungen sind tot. Derzeit sei noch nicht absehbar, wann die Fertigung wieder anlaufen könne, erklärte eine Firmensprecherin gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Zuletzt waren immer mehr Unternehmen von Hackern attackiert worden. Sie dringen in Unternehmensnetzwerke ein und übernehmen die volle Kontrolle, um Lösegeld zu erpressen. Erst zum Monatsanfang hatte zudem die Finanzaufsicht Bafin wegen des Ukraine-Kriegs vor möglichen Angriffen durch russische Cyberkriminelle gewarnt. Über die konkreten Hintergründe bei Fendt ist bislang nur wenig bekannt. Allerdings verdichten sich die Vorzeichen, dass es sich um einen Erpressungsversuch handeln könnte.

Fendt gehört zum US-Riesen AGCO. Der amerikanische Konzern hatte am Freitag erklärt, Ziel eines Cyber-Angriffs geworden zu sein. Davon seien mehrere Produktionsstandorte betroffen. Man gehe davon aus, dass der Betrieb über mehrere Tage beeinträchtigt sein werde, erklärte das Unternehmen, ohne weitere Angaben zu machen.

Hacker-Angriff bei Fendt: 4500 Mitarbeiter müssen zu Hause bleiben

In Marktoberdorf beschäftigt Fendt nach eigenen Angaben rund 4300 Mitarbeiter. Weitere Werke befinden sich im niedersächsischen Wolfenbüttel, Hohenmölsen (Sachsen-Anhalt), Feucht, Asbach-Bäumenheim und Waldstetten (alle Bayern).   Neben Fendt gehört auch der Landmaschinen-Hersteller Massey Ferguson zum Konzern. Detaillierte Geschäftszahlen für die deutsche Tochter gibt der Konzern nicht bekannt.

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