Ferienbeginn lässt in Bayern die Zahl der Arbeitslosen steigen

- München/Nürnberg - Der Beginn der Ferien hat auch in diesem Juli wieder zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. Einerseits werden vor Beginn von Werksferien üblicherweise vermehrt Mitarbeiter freigesetzt. Zum Anderen melden sich nach Ausbildungsende viele Jugendliche bei den Ämtern, wenn sie keine Arbeit finden. Insgesamt waren im Juli 425 500 Menschen in Bayern arbeitslos gemeldet, das sind 10 100 oder 2,4 Prozent mehr als im Juni und 60 600 bzw. 16,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

<P>Der Anstieg der Arbeitslosigkeit fiel damit niedriger aus als im Juli 2002 (plus 3,2 Prozent), der Vorjahresabstand hat sich weiter verringert. Die Arbeitslosenquote in Bayern, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, erhöhte sich im Juli von 6,4 Prozent im Vormonat auf aktuell 6,6 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 5,7 Prozent gelegen. Mit Ausnahme von Hof - dort hat sich die Zahl der Arbeitslosen verringert - waren Ende Juli in allen bayerischen Amtsbezirken mehr Arbeitslose gemeldet als im Vormonat.</P><P>Wolfgang Breunig, Präsident des Landesarbeitsamtes Bayern, bewertet die Entwicklung folgendermaßen: "Auch im Juli spiegelte sich die noch nicht befriedigende wirtschaftliche Verfassung auf dem bayerischen Arbeitsmarkt wider. Etwas zuversichtlich stimmt mich jedoch, dass der Abstand der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr nicht größer, sondern kleiner geworden ist und dass die Zahl der Beschäftigten im Freistaat von Januar bis Mai - wenn auch nur leicht - zugenommen hat." Die im Juli den Arbeitsämtern neu angebotenen Arbeitsstellen deuten auf einen wieder zunehmenden Bedarf an neuen Mitarbeitern hin. Der erhöhte Zugang an offenen Stellen und der höhere Abgang von Arbeitslosen in eine Erwerbstätigkeit sind nicht zuletzt auch als Erfolg der zusätzlichen Bemühungen im Rahmen der Vermittlungsoffensive zu werten.</P><P>Die Reformgesetze mit der klaren Orientierung der Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt und der Maxime "Fördern und Fordern" machen sich auch in Bayern immer deutlicher bemerkbar. 24 800 arbeitslose Frauen und Männer erhielten bis Juli eine direkte Förderung für eine reguläre Beschäftigung. Auf der anderen Seite stellte sich heraus, dass aus den verschiedensten Gründen nicht alle Arbeitslose derzeit konkret eine Arbeit suchen.</P><P>Ende Mai 2003 waren Hochrechnungen zufolge 4 321 400 Arbeitnehmer in Bayern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet dies einen Rückgang von 104 400.</P>

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