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Eine Boeing 737-800 von Tuifly steht auf dem Vorfeld des Hannover Airport.

Verbund mit anderer Airline

Ferien-Airline Tuifly: So geht es weiter

Hannover - Der Umbau der hoch verschuldeten Air Berlin bringt auch bei anderen Fluggesellschaft Veränderungen mit sich. Nach tagelanger Ungewissheit haben die Mitarbeiter der Tui-Airline Tuifly nun etwas Klarheit.

An Deutschlands Himmel geht die Neuordnung der Fluggesellschaften weiter. Der deutsche Ferienflieger Tuifly soll in eine neue Dachholding mit einer anderen Airline integriert werden. Das geht aus einem Brief von Tuifly-Aufsichtsratschef Henrik Homann hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Nach Angaben des "Handelsblatts" soll Tuifly an der neuen Gemeinschaftsfirma 25 Prozent der Anteile halten. Bei der Fluggesellschaft handelt es sich nach dpa-Informationen aus Verhandlungskreisen um den Air-Berlin-Großaktionär Etihad.

Ein Beschluss wurde auf der Sitzung nach Tui-Angaben nicht gefällt - sie diente lediglich einer Unterrichtung der Mitglieder des Gremiums. Homann schreibt nach der Aufsichtsratssitzung der Airline am Freitag in Hannover: "Die Tuifly als Ganzes in einen Verbund einzubringen, sehen wir als interessante Option." Nach den Angaben würde das bedeuten, dass das Unternehmen Tuifly bestehen bleibt, aber künftig einen anderen Mehrheitsgesellschafter bekommt. Vor Entscheidungen würden zunächst intensive Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern stattfinden. Die Tarifbedingungen der Tuifly-Mitarbeiter sollten auch in der neuen Einheit Bestand haben, das sei im Verhandlungsteam bereits erreicht, so Homann.

Die Neuordnung ist eine Folge des Pokers um die hoch verschuldete Fluggesellschaft Air Berlin, bei der die arabische Airline Etihad mit einem Anteil von 29,2 Prozent Großaktionärin ist. Tuifly mit seinen 41 Boeing-Jets ist die deutsche Tochter des weltgrößten Reisekonzerns Tui, der weltweit eine Flotte von 140 Flugzeugen betreibt. Zur Tuifly-Flotte zählen auch 14 Boeing-737-Verkehrsflugzeuge, die bisher samt Besatzung an Air Berlin verchartert worden waren.

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft will sich mit 75 Maschinen künftig auf das Geschäft von ihren beiden Drehkreuzen Berlin und Düsseldorf aus konzentrieren. Mit einem tiefgreifenden Umbau und der Streichung von bis zu 1200 Arbeitsplätzen will Air Berlin seine schwere Krise überwinden. 40 der derzeit 144 Air-Berlin-Maschinen gehen an die Lufthansa, die diese samt Besatzung für sechs Jahre vor allem für ihre Billigtochter Eurowings mietet.

dpa

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