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Bundesweite Ausstände der Lokführer haben am Montagabend zum Anstieg der Nutzer von Fernbuslinien geführt.

"Zunahme der Besucherzahlen"

Fernbuslinien profitierten vom Lokführer-Streik

Berlin - Fernbus-Linien profitieren nach Einschätzung der Betreiber derzeit stark von der Verunsicherung bei Bahnfahrern und Fluggästen.

 Das Unternehmen FlixBus etwa stellt derzeit „eine sprunghafte Zunahme der Besucherzahlen“ auf seiner Internetseite fest. Am vergangenen Wochenende, noch bevor die Lokführer-Gewerkschaft GDL einen Warnstreik für Montagabend bekanntgab, habe man eine vierstellige Zahl zusätzlicher Buchungen auf Inlandsstrecken registriert, betonte eine Sprecherin am Dienstag. Ein Buchungsplus von rund fünf Prozent könne man sich nicht anders als mit den Warnstreik-Drohungen erklären.

„Die Fernbusanbieter merken generell einen starken Anstieg der Buchungsnachfrage bei Streiks oder Unwettern“, sagte Matthias Schröter, Sprecher des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer (bdo), der dpa. Derzeit seien vor allem längere Strecken verstärkt gefragt. Es sei aber noch zu früh, um konkrete Zuwächse in der Branche, die auf aktuelle Streikaktionen wie bei den Lokführern der Bahn oder den Piloten des Lufthansa-Konzerns zurückzuführen seien, zu beziffern. Im vergangenen Jahr nutzten nach bdo-Angaben rund neun Millionen Fahrgäste Fernbusse, für 2014 wird ein deutliches Wachstum erwartet.

Im festgefahrenen Tarifstreit zwischen der GDL und der Deutschen Bahn haben sich die Konfliktparteien gegenseitig die Schuld an den Beeinträchtigungen des Zugverkehrs zugewiesen. Nach dem Lokführer-Warnstreik am Vorabend hatte sich die Verkehrslage bei der Bahn am Dienstag wieder weitgehend normalisiert. Am Montag waren zehntausende Pendler und Fernreisende sowie der Güterverkehr in ganz Deutschland von dem dreistündigen Ausstand betroffen. Weitere Arbeitsniederlegungen schließt die GDL nicht aus, der Zeitpunkt sei noch offen. Auch im Tarifkonflikt bei der Lufthansa müssen Reisende wieder mit Streiks rechnen, ein Termin steht aber ebenfalls noch nicht fest.

dpa

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