+
Der Schwede Jan Secher (52) wird neuer Vorstandsvorsitzender der Ferrostaal AG.

Ferrostaal: Straferlass für korrupte Mitarbeiter

Essen - Ferrostaal kämpft angesichts des Korruptionsskandals ums Überleben. Rettung soll der neue Vorstandschef Secher bringen. Sein erster Plan: Ein Amnestie-Programm für geständige Mitarbeiter.

Der mit massiven Korruptionsvorwürfen konfrontierte Anlagenbauer Ferrostaal startet ein Amnestieprogramm für seine Mitarbeiter. Das kündigte der künftige Vorstandschef Jan Secher am Dienstag an.

Der 52-jährige Schwede übernimmt den Posten zum 1. Juni. Sein Vorgänger Matthias Mitscherlich (61) war wegen der Vorwürfe Anfang Mai kurzfristig abberufen worden.

Ferrostaal werde sich voll darauf konzentrieren, mögliche unsaubere Vorgänge aufzuklären und das Vertrauen von Kunden und Eigentümern wiederzugewinnen, sagte Secher. Mitarbeiter, die über derartige Vorgänge berichten und zur Aufklärung beitragen, sollen weder entlassen noch mit Schadenersatzforderungen konfrontiert werden. So hofft Ferrostaal auf schnelle Aufklärung.

Gegen das Unternehmen mit rund 1,6 Milliarden Euro Umsatz und 4400 Mitarbeitern ermittelt die Staatsanwaltschaft München wegen möglicher Schmiergeldzahlungen unter anderem für ein U-Boot-Geschäft mit Griechenland.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

USA und China verschärfen Handelsstreit dramatisch
Geht es nach Donald Trump, soll die Hälfte aller chinesischen Einfuhren in die USA mit Strafen belegt werden. Peking will Vergeltung üben. Die beiden größten …
USA und China verschärfen Handelsstreit dramatisch
Audis kommissarischer Chef heißt Bram Schot
VW und Audi halten sich im Falle Stadler alle Optionen offen. Der Audi-Chef wurde beurlaubt und der bisherige Vertriebsvorstand Schot auf seinen Posten berufen. …
Audis kommissarischer Chef heißt Bram Schot
Lange Wartezeiten am Frankfurter Flughafen möglich
Deutschlands Tor zur Welt klemmt derzeit. Zum Beginn der Sommerferien in einigen Bundesländern herrscht am Frankfurter Flughafen Anspannung. Staus wie zu Ostern sollen …
Lange Wartezeiten am Frankfurter Flughafen möglich
Frau lenkt Diskussion nach Aldi-Post in andere Richtung: Wurden wegen der WM tatsächlich viele Hunde getötet?
Über positive Aufregung vor der Fußball-WM wollte Aldi Süd auf Facebook schreiben - und erlebte eine aus ganz anderen Gründe aufgeregte Kundin.
Frau lenkt Diskussion nach Aldi-Post in andere Richtung: Wurden wegen der WM tatsächlich viele Hunde getötet?

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.