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Keine Zwischenmahlzeit – eine Wiener besteht zu einem Viertel aus Fett und gilt daher als Hauptspeise.

Wiener Würstchen im Test

Fettige Knacker mit gutem Fleisch

Ob kalt bei der Brotzeit oder warm in der Suppe – der Appetit auf Würstchen ist groß. 60 Stück gönnt sich der Durchschnittsdeutsche im Jahr , am liebsten isst er Wiener. Stiftung Warentest hat sich 20 Marken-Wiener genauer angeschaut. Das Ergebnis macht wenig Appetit.

Der Renner bei den Deutschen sind Wiener aus dem Kühlregal, verpackt in praktischen Plastikboxen. Die besten Wiener im Warentest kommen aber aus dem Glas. Das Testergebnis: Weniger als die Hälfte aller Würstchen sind gut, zwei sogar mangelhaft. Im Test waren 20 Marken-Wiener Würstchen, da–runter 2 Bioprodukte. Preis: 45 Cent bis 1,93 Euro für 100 Gramm.

Fieser Fremdgeruch am Würstchen

Nicht jede Schutzatmosphäre bewahrt die Würstchen vor Verderb, schreiben die Tester. Bei den „mangelhaften“ Wienern von Plus strömte „ein unangenehmer Geruch nach Scheuermittel aus der Verpackung, sie waren von einem schmierigen Film überzogen und schmeckten stark säuerlich“. Die ebenfalls „mangelhaften“ Würstchen von Alnatura schmeckten „leicht dumpf und ebenfalls säuerlich und enthielten zudem noch Enterobakterien, die zwar unbedenklich sind, aber auf Hygienemängel hinweisen“.

Bei den Wienern von Meica konnten die Tester wiederverarbeitetes Brät vereinzelt mit Darm nachweisen. Bei Spitzenware muss dieser aber vollständig entfernt werden. Da das Etikett „höchste Qualität“ verspricht, hätte das nicht passieren dürfen, urteilen die Tester. Insgesamt lautet das Urteil „Ausreichend“, ebenso wie für die Wiener von Zimbo, Aldi (Nord) und Netto Supermarkt/Müritzer, die viele Milchsäurebakterien enthielten.

Fleischqualität erfreulich hoch

Erfreulich: Egal ob Spitzen-, Delikatess- oder einfache Qualität – im Test boten alle Wiener Würstchen mehr hochwertiges Muskelfleisch als vorgeschrieben und bei keiner Wiener im Test verwursteten die Hersteller verbotenes Gewebe aus dem zentralen Nervensystem oder Separatorenfleisch. Die zwei besten Produkte kommen von Böklunder und Halberstädter aus dem Glas. Es gibt auch „gute“ aus Kühlregal und Theke.

Eine Fastenspeise ist allerdings keines der Würstchen. Eine Wiener besteht im Schnitt zu einem Viertel aus Fett und liefert 114 Kilokalorien. „Damit eignet es sich nicht als Zwischenmahlzeit – weder für Kinder noch für Erwachsene“, betont Stiftung Warentest. Und die Tester raten nur immer ein Würstchen zu essen, dann sei auch die Portion Kartoffelsalat als Beilage noch drin.

Frankfurter Würstchen sind übrigens dünner und Bockwürste dicker als die typischen Wiener Würstchen, die in Wien Frankfurter heißen.

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