Polizei nimmt vier mutmaßliche Islamisten in Berlin fest

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In nur drei Tagen muss das Geschäft mit Feuerwerkskörpern gemacht sein. Der Gesetzgeber erlaubt den Verkauf nur kurz vor Silvester.

Feuerwerk: Wie man es richtig krachen lässt

München - Feuerwerk macht Spaß – manchmal allerdings auch Ärger. Das gilt vor allem, wenn Raketen und Böller in der Silvesternacht Schäden verursachen.

Laute Böller und bunte Raketen gehören dazu: Für viele ist Silvester ohne Feuerwerk undenkbar. Mit der Freude darüber kann es allerdings schnell vorbei sein. Denn wenn sich etwa eine Rakete ins Haus verirrt oder ein Kanonenschlag im Briefkasten detoniert, entstehen Schäden. In vielen Fällen springt dann die Versicherung ein. Doch welche Versicherung hilft wann? Ein Überblick:

Hausratversicherung

Fliegt versehentlich eine Rakete in die Wohnung oder das Haus, kann ein Brand entstehen. In diesem Fall ist eine Hausratversicherung hilfreich. Sie ersetzt Schäden, die durch Feuer oder aber auch Löschwasser entstehen, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erklärt.

Wohngebäudeversicherung

Böller im Briefkasten sind für Hausbesitzer ärgerlich. Denn oft werden diese durch die Detonation zerstört oder zumindest beschädigt. Die Schuldigen sind am Neujahrsmorgen aber oft nicht mehr ausfindig zu machen. Hier hilft die Wohngebäudeversicherung, erklärt der Bund der Versicherten.

Private Haftpflicht

Wer auf einer Party versehentlich oder aus Übermut einen Böller zündet, sollte eine private Haftpflichtversicherung haben. Diese springe immer dann ein, wenn man einem anderen einen Schaden zufügt, erklärt der BdV.

Kaskoversicherung

Werden Autos durch Feuerwerkskörper in Brand gesetzt oder durch eine Explosion beschädigt, tritt die Teilkaskoversicherung für den Schaden ein, erklärt der GDV. Die Vollkaskoversicherung leistet darüber hinaus Schadenersatz, wenn Autos in der Silvesternacht mutwillig beschädigt werden.

Unfallversicherung

Wer sich beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern verletzt und dabei einen dauerhaften Schaden davonträgt, erhält Leistungen aus der privaten Unfallversicherung. Heilbehandlungskosten sind allerdings Sache der Krankenversicherung.

Damit es gar nicht erst zu einem Schaden kommt

-Feuerwerkskörper bis zum Gebrauch in der Verpackung lassen und unter Verschluss aufbewahren – auf jeden Fall außerhalb der Reichweite von Kindern.

-Kaufen Sie nur Feuerwerkskörper, die mit „BAM“ gekennzeichnet sind. Das sind Kracher, die von der Bundesanstalt für Materialforschung zugelassen sind. Alle anderen Produkte sind in Deutschland illegal.

-Grundsätzlich sollten Feuerwerkskörper eine ausreichend lange Zündschnur haben und daraufhin überprüft werden, ob sie unbeschädigt sind. Ist z.B. bei einer Rakete der Führungsstab gebrochen und angeknackst – Hände weg! Zum Starten sollte der Stab in eine Flasche oder einen Schneehaufen gesteckt werden, rät die Rechtschutzversicherung Arag.

-Egal ob Böller oder Raketen – Feuerwerk ist laut. Daher sollte jeder in der Silvesternacht auf ausreichenden Abstand zu Feuerwerkskörpern achten und seine Ohren schützen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Andernfalls drohe ein Knalltrauma. Die Folge seien Hörverlust und Tinnitus.

- Bewohner von Mehrfamilienhäusern sollten ihre Silvesterraketen nicht auf dem Balkon zünden. Die Gefahr, Nachbarwohnungen oder brennbare Außenwände zu treffen, sei zu groß, warnt der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen. Da ein Fehlstart der Rakete nie ganz ausgeschlossen werden kann, sollte ein Platz gewählt werden, von dem aus Feuerwerkskörper keinen Schaden anrichten können.

-Mieter und Hausbesitzer sollten vor der Silvesternacht brennbare Gegenstände wie Möbel oder Hausrat vom eigenen Balkon entfernen, damit verirrte Raketen dort keine Brände entfachen können. Auch Dachluken und -fenster sollten aus diesem Grund geschlossen werden.

-Die Schlösserverwaltung weist darauf hin, dass rund um die bayerischen Schlösser, Burgen und Residenzen keine Feuerwerkskörper abgebrannt werden dürfen. Grund sei eine erhöhte Brandgefahr durch Funkenflug.

Von Wunderkerzen und Großfeuerwerken

Was sind Feuerwerkskörper?

Sie bestehen in der Regel aus einer Papphülle, die mit Schwarzpulver und weiteren chemischen Zusätzen sowie funken- oder sternchenbildendem Metallpulver gefüllt sind. Frösche, Feuerräder oder bis zu 100 Stundenkilometer schnelle Raketen bieten Licht-, Funken-, Heul- und Knalleffekte. Buntpulver für Dekorationslichter und für Flammenfeuer (bengalische Feuer) sowie für Leuchtkugeln werden unter anderem aus Metallsalzen hergestellt, deren heiße Dämpfe in charakteristischen Farben leuchten.

Welche Gefahrenklassen gibt es?

Für die Zulassung ist nach dem Sprengstoffgesetz die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zuständig. Nach dem Grad ihrer Gefährlichkeit werden Feuerwerkskörper in vier Klassen eingeteilt. Weniger gefährliche Feuerwerksspielwaren der Klasse I (Aufdruck BAM-P I) wie Tischfeuerwerk oder Wunderkerzen enthalten maximal drei Gramm Schwarzpulver, Kleinfeuerwerk der Klasse II (BAM-P II) höchstens 50 Gramm Schwarzpulver. Diese Klassen umfasst das private Silvester-Feuerwerk, bei dem es auch pyrotechnische Amateure krachen lassen dürfen. Mittelfeuerwerk der Klasse III (BAM-P III) und Großfeuerwerk der Klasse IV – laut Sprengstoffgesetz „für den professionellen Gebrauch“– dürfen nur mit besonderer behördlicher Erlaubnis verkauft und abgebrannt werden.

Was gilt für den Verkauf?

Pyrotechnische Gegenstände der Klasse II dürfen allein erwachsenen Verbrauchern nur in der Zeit vom 29. bis 31. Dezember überlassen werden. Nur Feuerwerk der Klasse I darf das ganze Jahr verkauft werden.

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