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Fiat will trotz juristischer Hürden bei Chrysler einsteigen.

Staatliche Fonds stellen Revisionsantrag - Rückschlag für US-Regierung

Fiat hält trotz juristischer Hürden an Chrysler-Übernahme fest

Mailand/Washington - Fiat hält trotz an der Übernahme der Chrysler-Mehrheit fest. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte den zur Einstieg von Fiat zunächst für unbestimmte Zeit gestoppt.

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Der Supreme Court gab einem Antrag mehrerer staatlicher Fonds aus Indiana statt, die den Mega-Deal noch ganz verhindern wollen. Man halte dennoch an den Übernahmeplänen fest, sagte ein Fiat-Sprecher am Dienstag dazu. Damit geht das Drama um die Chrysler-Rettung in die Verlängerung.

Die Italiener hätten das Geschäft noch abbrechen können, sollte es nicht, wie ursprünglich geplant, bis zum 15. Juni abgewickelt sein. Würden die Mailänder von diesem Recht Gebrauch machen, bliebe Chrysler keine Alternative zur endgültigen Schließung. Zwei Pensionsfonds für Polizisten und Lehrer in Indiana sowie ein staatlicher Bauprojektfonds bereiten nun einen Revisionsantrag vor. Wann darüber entschieden werden solle, ließ der Oberste Gerichtshof zunächst offen.

Die Investoren sehen sich schlechter gestellt als andere Gläubiger von Chrysler. Sie zweifeln zudem daran, dass die Staatshilfen für Chrysler verfassungskonform zustandegekommen seien. Ein Berufungsgericht hatte ihre Klagen noch am Freitag abgewiesen, ihnen aber eine Frist bis Montagnachmittag (Ortszeit) eingeräumt, in die nächste Instanz zu gehen, wo sie nun zunächst einen Aufschub erreichten.

Weitere Anträge gegen Übernahme eingereicht

Die US-Regierung hatte am Montag noch einen Gegenantrag eingereicht und gefordert, den Verkauf nicht weiter zu verzögern. Chrysler hatte den Verkauf wesentlicher Unternehmensteile an Fiat bereits Ende vergangener Woche abschließen wollen. Unterdessen haben auch Verbrauchergruppen und mehrere Einzelpersonen Eilanträge an die Gerichte eingereicht.

Sie wenden sich gegen eine Bestimmung in der Vereinbarung mit Fiat, nach der das neue Unternehmen von anhängigen wie von zukünftigen Garantieansprüchen für vom bisherigen Chrysler-Konzern gebaute Autos freigestellt würde. Aus Kreisen der Regierung in Washington verlautete, Fiat plane nach einem Einstieg bei Chrysler bedeutende Veränderungen. Konkrete Schritte nannte der Gewährsmann nicht.

AP

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