Wiesn-Ticker: Fahrgeschäft wegen Störung außer Betrieb - und es ist ausgerechnet dieses

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Fiat plant einen Weltkonzern mit Opel.

Autosparte soll mit Chrysler und GM-Europageschäft fusionieren

Fiat plant Weltkonzern mit Opel

Berlin - Fiat-Chef Marchionne hat für die Übernahme von Opel einen fertigen Masterplan: Der italienische Konzern will seine Autosparte ausgliedern und mit Chrysler und dem Europageschäft von General Motors fusionieren.

Das sagte Marchionne der “Financial Times“ (Montagausgabe) unmittelbar vor einem Gespräch mit der Bundesregierung. Ziel sei die Schaffung einer neuen Aktiengesellschaft, die den Namen “Fiat/Opel“ tragen könnte.

Der Konzern soll den Plänen zufolge sechs bis sieben Millionen Autos jährlich herstellen und zur weltweiten Nummer zwei hinter Toyota aufsteigen. “Aus technischer und industrieller Sicht ist das eine im Himmel geschlossene Hochzeit“, sagte Marchionne, der sein Konzept am Montagnachmittag in Berlin mit Bundswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) besprechen wollte.

Nach dem Ende letzter Woche beschlossenen Einstieg bei Chrysler bereite der Fiat-Chef damit einen direkten Angriff auf Volkswagen und die französischen Autobauer vor, berichtet die “Financial Times“. Mit den Marken Fiat, Opel, Vauxhall und Saab in Europa sowie den Chrysler-Marken in Amerika könnte der neue Konzern die Wolfsburger überholen.

Die französisch-japanische Allianz Renault und Nissan und der US-Rivale Ford wären sogar deutlich kleiner als Marchionnes Unternehmen. Um trotz hoher Entwicklungskosten profitabel arbeiten zu können, müssten Marchionne zufolge auf jeder Plattform mindestens eine Million Autos pro Jahr gebaut werden.

Opel, Vauxhall und Saab nutzen bereits gemeinsame Komponenten. Durch einen Austausch mit Fiat und Chrysler würde der Vorteil vergrößert. Die Fusion solle den Plänen des Fiat-Chefs zufolge bis Ende Mai beschlossen werden, berichtete das Blatt.

Der bisherige Opel-Mutterkonzern General Motors würde Minderheitseigner des neuen Unternehmens. Der 30-Prozent-Anteil der Fiat-Gründerfamilie Agnelli würde verwässert.

AP

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