Fiat weiter auf dem Vormarsch

- Rom - Die Sanierung des italienischen Fiat-Konzerns kommt weiter voran: Im dritten Quartal erwirtschafteten die Turiner unterm Strich einen Überschuss von 818 Millionen Euro nach einem Verlust von 404 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. In dem Ergebnis seien jedoch Erlöse aus verschiedenen Transaktionen und Veräußerungen von Unternehmensbeteiligungen enthalten, teilte die Gruppe am Mittwoch mit.

Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf knapp 10,6 Milliarden Euro. Der operative Konzerngewinn lag bei 232 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte Fiat hier noch ein Minus von 30 Millionen Euro verzeichnet.

Besonders das Autogeschäft ist wieder auf dem Vormarsch und hat seine Verluste weiter eingedämmt. In der Autosparte sei der Verlust der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 282 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 85 Millionen Euro reduziert worden. Der Umsatz von Fiat Auto stieg leicht um 0,6 Prozent auf 4,341 Milliarden Euro. Grund für die Verbesserung seien vor allem die neuen Modelle des Autohauses, die von der Kundschaft sehr gut aufgenommen würden, hieß es. "Die aggressive Erneuerung der Angebotspalette wird in den nächsten Jahren fortgesetzt und sieht 20 neue Modelle und 23 Überarbeitungen bereits existierender Modelle vor."

Die Nettoschulden des Konzerns beliefen sich Ende September noch auf 19,1 Milliarden Euro, verglichen mit 25,4 Milliarden Euro am 31. Dezember 2004. Fiat bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr und betonte, das Unternehmen sei für die Zukunft "vorsichtig optimistisch". Nach Bekanntwerden der Zahlen legte die Aktie des Konzerns an der Mailänder Börse um 2,7 Prozent zu und notierte bei 7,21 Euro.

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