Spaltung: Fiat soll keine Traktoren mehr bauen

Turin - Die Aktionäre des italienischen Automobilherstellers Fiat haben der Aufspaltung des Konzerns zugestimmt. Der Konzern gibt zwei Sparten ab.

Künftig soll das Automobilgeschäft getrennt von der Industriesparte geführt werden, zu der die Lastwagen und das Landmaschinengeschäft gezählt werden. Den im April von Fiat-Chef Sergio Marchionne vorgestellten Plan segneten die Aktionäre am Donnerstag auf der Hauptversammlung ab.

Nach einem Bericht der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg hält Marchionne im zweiten Halbjahr 2011 die Rückkehr des US-Autobauers Chrysler, an dem Fiat derzeit 20 Prozent hält, an die Börse für möglich. Bis September solle die Beteiligung auf 25 Prozent steigen.

Nach der Aufspaltung sollen beide Unternehmen von Januar 2011 an als eigenständige Gesellschaften an der Mailänder Börse gelistet werden. Dies soll auch für den Kapitalmarkt größere Transparenz schaffen.

Zum Automobilgeschäft gehören die Marken Fiat, Lancia und Alfa Romeo sowie die Sportwagenhersteller Ferrari und Maserati. Hinzu kommen die Beteiligung am US-Autobauer Chrysler sowie einige Komponentenhersteller wie Magneti Marelli. Die Industriesparte vereint die Lastwagenmarke Iveco sowie den Land- und Baumaschinenhersteller Case New Holland (CNH).

dpa 

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