Film-Fonds muss kürzer treten

- München - Der Film-Fernseh-Fonds (FFF) Bayern muss im laufenden Jahr mit deutlich weniger Geld auskommen. Der Freistaat Bayern werde seine Zuschüsse um 1,5 Millionen Euro kürzen, sagte FFF-Geschäftsführer Klaus Schaefer. Bisher hatte Bayern jährlich knapp 14 Millionen Euro überwiesen. Rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr kostet den FFF auch die Pleite des Gesellschafters Kirch Media. "Das wird man an der Fördersumme des nächsten Jahres sehen", sagte Schäfer.

2003 waren es 32,4 Millionen Euro, mit denen der FFF Filme und Drehbücher unterstützte. Dabei bewiesen die Förderer ein gutes Näschen. Acht der zehn erfolgreichsten Kinofilme des Jahres waren bezuschusst worden. Eine FFF-geförderte Produktion, Caroline Links "Nirgendwo in Afrika", wurde gar mit einem Oscar ausgezeichnet. 100 Millionen TV- und Kinozuschauer sahen im Jahr 2003 FFF-geförderte Produktionen. Rund drei Millionen Euro der ausgegebenen Gelder bekam der FFF zurück.<BR><BR>Der Fonds fördert vor allem Projekte mit "Bayern-Effekt". Das sind Produktionen, die mindestens zu einem Teil im Freistaat gedreht werden. Die Subventionen aus Steuermitteln rechneten sich somit für den Staat, heißt es beim FFF.<BR><BR>Die drohenden Einsparungen bei der Filmförderung auf allen staatlichen Ebenen nannte Schaefer "zu kurz gedacht. Vieles, mit dem hier gezündelt wird, ist nicht zu Ende gedacht." Allerdings räumte er ein, man jammere auf hohem Niveau. Der Fonds versucht derzeit, die Mitgesellschafter zu überzeugen, trotz des bayerischen Sparkurses ihre Beiträge nicht zu kürzen. Neben dem Freistaat (55 %) halten unter anderem der Bayerische Rundfunk (12 %), ZDF, Pro-Sieben-Sat 1 (je 6 %) und die Landeszentrale für neue Medien (8 %) Anteile an der vor acht Jahren gegründeten FFF-GmbH.<BR><BR>

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