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Auf dem Zweitmarkt können Anleger manch ein gutes Angebot finden. Geschlossene Immobilienfonds sind derzeit besonders gefragt.

Sachwerte

„Gebrauchte“ Beteiligungen als Alternative gefragt

Sachwerte gehören in jedes gut ausgewogene Portfolio. Doch was passiert, wenn Anleger sich vorzeitig etwa von einem Geschlossenen Fonds trennen müssen?

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG hat mit ihrer Plattform Zweitmarkt.de über eine halbe Milliarde Euro Nominalkapital erfolgreich vermittelt – Unabhängigkeit und Transparenz kennzeichnen den Weg zur führenden Marktposition.

Vorstandsmitglied Alex Gadeberg.

Es klingt so einfach: Finanzmärkte benötigen klare Regeln, damit Produkte zu fairen Preisen zwischen Käufern und Verkäufern gehandelt werden können. Wie effektiv das funktioniert, zeigen tagtäglich die internationalen Börsen. Doch wie handelt man eigentlich Beteiligungen, die oft wesentlich komplexer sind und wo die Preisfindung mitunter schwierig sein kann? Auch hier haben sich schon vor über einem Jahrzehnt Plattformen gebildet, Zweitmarkt-Börsen, die sich auf den Handel mit „gebrauchten“ Geschlossenen Fonds spezialisiert haben. Bis dahin hatten es Anleger äußerst schwer, sich von Beteiligungen frühzeitig zu trennen, oft blieb nur der Ausweg über Treuhänder, die meist über persönliche Kontakte einen willigen Käufer suchten – transparent war dieser Prozess nicht. Ganz anders macht es die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, die mit ihrer Plattform Zweitmarkt.de inzwischen mit einem Marktanteil von über 90 Prozent unumstrittener Marktführer in diesem Segment ist. „Unsere Regeln sind klar und strikt: Der Handel ist transparent und wird auf Basis einer strengen Marktordnung und unter börsenseitiger Handelsüberwachung durchgeführt“, betont Vorstandsmitglied Alex Gadeberg. Börse ist ein wichtiges Stichwort. Denn so manche Zweitmarkt-Plattform ist inzwischen vor allem deshalb vom Markt verschwunden, weil sie weder transparent bei der Preisfindung noch unabhängig war – viele Anbieter von Geschlossenen Fonds nutzten sie lediglich als zusätzlichen Vertriebskanal.

Ganz anders bei Zweitmarkt.de, denn hier haben sich gleich drei Börsen (Hamburg, Hannover und München) als Betreiber zusammengeschlossen, um Unabhängigkeit und Transparenz zu gewährleisten. Der Pionier unter den Plattformen kann mit seiner Entwicklung zufrieden sein: „Wir haben seit der Gründung über eine halbe Milliarde Euro Nominalkapital erfolgreich vermittelt“, freut sich Gadeberg. Während der Erstmarkt für Beteiligungen in den letzten Jahren in die Krise geriet (auch bedingt durch die Skandale einiger nicht seriöser Anbieter) und nun nach einer umfassenden Regulierung mit deutlich weniger Anbietern endlich auf Augenhöhe mit anderen Anlagenklassen einen Neustart macht, haben sich die Umsätze bei Zweitmarkt.de prächtig entwickelt. Vorstandsmitglied Alex Gadeberg konnte in den letzten Jahren immer wieder Rekordzahlen melden. Denn, so mancher negativer Schlagzeile zum Trotz, es gibt zahlreiche gewinnbringende Beteiligungen, die auf der Zweitmarktplattform gesucht werden. „Es sind vor allem erfahrene private Käufer, die in den vergangenen Jahren auf unserer Plattform gezielt auf die Suche nach Geschlossenen Fonds gehen“, erläutert der Zweitmarkt-Experte. Aktuell können Anleger über die Fondsbörse Deutschland Anteile von über 5000 Geschlossenen Fonds handeln (von der Immobilie über Spezialfonds bis zu Infrastruktur- und Lebensversicherungsfonds). Den Erfolg macht ein faires, transparentes Handelsverfahren aus – ganz so, wie es Anleger von einer Börse erwarten. An der Fondsbörse werden die Angebote nach dem Meistausführungsprinzip vermittelt. „Das bedeutet, dass der Preis so zu wählen ist, dass der größtmögliche Umsatz zustande kommt. Der Käufer, der am meisten zu zahlen bereit ist, erhält den Zuschlag“, erklärt Gadeberg. „Um die Interessen zwischen Käufer und Verkäufer auszugleichen, bilden wir als Makler den Mittelwert zwischen den beiden höchsten Kaufgeboten oder, wenn nur ein ausführbares Gebot vorliegt, zwischen Kauf- und Verkaufsangebot.“ Hinzu kommen dann umfassende Marktinformationen über die Fonds, handels-tägliche Ausführungen, transparente Kosten und die Garantie, dass die Handelsplattform unabhängig von Initiatoren- oder Bank-Interessen geführt wird – dafür stehen die drei Börsen.

Kein Wunder, dass vor allem private Investoren den Handel über die Fondsbörse zunehmend als Alternative zum Primärmarkt sehen. Knapp 80 Prozent der Käufer, die im vergangenen Jahr dazu beitrugen, dass die Fondsbörse ein Handelsvolumen von rund 212 Millionen Euro erzielte, waren private Investoren. Sie suchen vor allem nach guten Immobilien-Investments, die mit einem Anteil von 65 Prozent in 2014 eindeutig die dominierende Anlageklasse auf der Zweitmarkt-Plattform sind. Auch für dieses Jahr gibt sich Alex Gadeberg optimistisch. „Die Zahlen für das erste Halbjahr 2015 sind so positiv, dass auch dieses Jahr wieder sehr erfolgreich werden dürfte.“

José Macias

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