Finanzierung für Mittelstand leichter

- München - Bayerische Bankenvertreter haben die Ankündigung der Bundesregierung begrüßt, die Richtlinien für die Kreditvergabe deutscher Institute zu lockern. Mit weniger strengen Vorschriften sollen Wettbewerbsnachteile insbesondere gegenüber österreichischen Banken ausgeglichen werden. Mittelständler können auf weniger bürokratische Hürden bei der Kreditvergabe hoffen.

Bislang müssen Unternehmen ab einer Kreditsumme von 250 000 Euro ihre wirtschaftlichen Verhältnisse gegenüber der Bank offenlegen. Dazu sind etwa Bilanzen oder Einkommensteuerbescheide nötig. So schreibt es Paragraf 18 des Kreditwesengesetzes vor. Der gilt allerdings nur für deutsche Banken. Österreichische Institute müssen erst ab einer Kreditsumme von 750 000 Euro entsprechende Nachweise einfordern - auch dann, wenn sie Filialen in Deutschland betreiben. Nun hat das Bundesfinanzministerium angekündigt, das Gesetz an die österreichische Regelung anzugleichen. Die Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse soll dann erst ab 750 000 Euro Kreditsumme Pflicht sein. Die Änderung könne voraussichtlich Mitte März im Bundesrat beschlossen werden und im April in Kraft treten, hieß es. Der Genossenschaftsverband Bayern begrüßte die Pläne. Sie seien nicht nur ein Beitrag zu fairem Wettbewerb in Europa, sondern förderten auch unbürokratisch die Mittelstandsfinanzierung.<BR>

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