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Finanzinvestoren geben Rekordsummen aus

- Frankfurt - Finanzinvestoren haben im ersten Halbjahr 2005 so viel Geld in deutsche Unternehmen gesteckt wie nie zuvor. Nach einer Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmen Ernst & Young haben so genannte Private-Equity-Firmen in den ersten sechs Monaten in Deutschland 12,9 Milliarden Euro investiert, ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2004. Für das Gesamtjahr sei ebenfalls ein Rekord zu erwarten.

"Der deutsche Markt ist noch bei weitem nicht ausgereizt. Er verspricht sowohl ein vergleichsweise hohes Entwicklungspotenzial als auch hohe Kapitalrenditen", erklärte Joachim Spill von Ernst & Young. Gerade ausländischen Investoren stünden hohe Summen zur Verfügung, die gewinnbringend investiert werden müssten. Anders als in den USA und Großbritannien gebe es in Deutschland noch zahlreiche günstig zu erwerbende Unternehmen.Die Rekordsumme im ersten Halbjahr war vor allem auf eine sehr große Transaktion zurückzuführen: Den Verkauf des Wohnungsunternehmens Viterra AG an den britischen Finanzinvestor Terra Firma für 6,1 Milliarden Euro. "In den ersten sechs Monaten dieses Jahres waren insgesamt sieben solcher ,Megadeals’ (Transaktionen mit einem Volumen von mehr als 500 Millionen Euro) zu verzeichnen."Die Experten rechnen damit, dass das Geschäft mit Wohnimmobilien auch künftig einer der Wachstumstreiber sein wird. "Die Privatisierung von Mietwohnungen ist in Deutschland ein lukrativer und noch längst nicht vollständig erschlossener Markt, es wird in den kommenden Monaten weitere große Immobilientransaktionen geben."Ein anhaltender Wachstumsfaktor des Marktes sei nach wie vor auch das Aufbrechen der Deutschland AG, betonte Wolfgang Taudte, Partner bei Ernst & Young. Aber auch bei mittelständischen Unternehmen spiele Private Equity eine immer wichtigere Rolle.

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