Finanzkreise: HVB bietet für Berliner Bank

- München/Berlin - Die HypoVereinsbank will nach Informationen aus Finanzkreisen ein unverbindliches Gebot für die zum Verkauf stehende Berliner Bank abgeben. Die Offerte sei fristgerecht im Laufe des Freitags zu erwarten und werde sich zwischen 300 und 400 Millionen Euro bewegen, hieß es.

Die HVB wollte sich nicht äußern. Sie ist selbst erst vor kurzem von der italienischen Großbank UniCredit übernommen worden. Deren Chef Alessandro Profumo hatte erklärt, man wolle die Aktivitäten im deutschen Filialgeschäft ausbauen.

Die Berliner Bank muss wegen EU-Auflagen bis Herbst 2006 von der Mutter, der Bankgesellschaft Berlin, die zu 81 Prozent im Besitz des Landes Berlin ist, verkauft werden. Für den Mutterkonzern, die Bankgesellschaft Berlin, sollen die Verkaufsverhandlungen erst 2007 beginnen. Die Berliner Bank mit rund 1200 Beschäftigten ist eine Privatbank und hat in Berlin einen Marktanteil von sieben Prozent. In 60 Zweigstellen betreut die Bank rund 318 000 Privat- sowie 14 000 Firmenkunden.

Neben der HVB gelten auch die Commerzbank, die Mittelbrandenburgische Sparkasse und die Berliner Volksbank als Kaufinteressenten für die Berliner Bank. Der Vorstandschef der Bankgesellschaft, Hans-Jörg Vetter, hatte vor einigen Wochen von einer zweistelligen Zahl von Interessenten aus dem In- und Ausland gesprochen.

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