Segelflugzeug prallt gegen Felswand - Rettungseinsatz läuft 

Segelflugzeug prallt gegen Felswand - Rettungseinsatz läuft 

EU: Finanzmarktkrise bremst Aufschwung

-

Brüssel (dpa) - Die Finanzmarktkrise kratzt den soliden Wirtschaftsaufschwung in Europa an: Die EU-Kommission korrigierte ihre Konjunkturvorhersage für 2007 leicht nach unten und erwartet Auswirkungen für die Wirtschaft besonders im kommenden Jahr.

Während Deutschland im laufenden Jahr einigermaßen unbeschadet davonkommt, wächst die französische Wirtschaft viel langsamer als erwartet, sagte EU-Währungskommissar Joaquín Almunia. "Wir halten uns in einer Umgebung steigender Unsicherheit auf", warnte der Spanier.

Er sagte für Deutschland ein Wachstum von 2,4 Prozent vorher, das sind 0,1 Punkte weniger als noch im vergangenen Mai angenommen. Die Mehrwertsteuererhöhung zu Jahresbeginn habe nicht dauerhaft auf das Wachstum gedrückt. Für Frankreich erwartet er nur noch ein Plus von 1,9 Prozent statt 2,4 Prozent. "Das ist ein negativer Schock", bilanzierte Almunia. Frankreich habe im zweiten Quartal sehr schlecht abgeschnitten. Die Vorhersage dürfte für den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy ein Schlag ins Gesicht sein - er wollte mit neuen Gesetzen einen neuen Wirtschafts-"Schock" in seiner Heimat entfachen.

Für die Eurozone erwartet Brüssel für 2007 Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent, für die gesamte EU von 2,8 Prozent. Das sind jeweils 0,1 Punkte weniger als bisher prognostiziert. Almunia will sich erst im November trauen, einen bezifferten Ausblick für das kommende Jahr zu geben. "Das Ganze ist relativ unsicher." Es ließ aber durchblicken, dass die bisherigen Annahmen (Eurozone: plus 2,5 Prozent; EU plus 2,7 Prozent) wohl nicht mehr zu halten sind. Die Inflation soll im laufenden Jahr in der Euro-Zone bei 2,0 Prozent liegen - etwas höher als bisher erwartet.

Die wirtschaftlichen Grunddaten seien in Europa trotz der Krise aber weiterhin in Ordnung, versicherte der Kommissar. Die EU-Finanzminister wollen an diesem Freitag und Samstag in Porto (Portugal) gemeinsam auf die Krise reagieren, um das Vertrauen der Marktteilnehmer zu stärken. Almunia unterstützte die Forderung von Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel nach mehr Transparenz der Finanzmärkte: "Wir müssen wissen, wo die Risiken liegen und wer bezahlen muss."

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trump droht der EU nach deren Rekord-Strafe gegen Google
Der US-Präsident legt in seinen anti-europäischen Außerungen nach: Donald Trump hat die Rekordstrafe für Google kritisiert und Maßnahmen gegen die EU angedroht.
Trump droht der EU nach deren Rekord-Strafe gegen Google
Ryanair schweigt zu Streik-Details in der kommenden Woche
Dublin/Frankfurt (dpa) - Der Billigflieger Ryanair will keine Details zu den streikbedingten Flugausfällen in der kommenden Woche nennen.
Ryanair schweigt zu Streik-Details in der kommenden Woche
Comcast gibt im Bieterkampf um Fox-Übernahme auf
Philadelphia (dpa) - Der US-Kabelkonzern Comcast gibt sich im Wettbieten mit Disney um große Teile von Rupert Murdochs Medienimperium 21st Century Fox geschlagen.
Comcast gibt im Bieterkampf um Fox-Übernahme auf
Innogy fügt sich: Einigung mit RWE und Eon bei Zerschlagung
Wut und Enttäuschung herrschten beim Energieversorger Innogy, als die Pläne für die Zerschlagung des noch jungen Konzerns bekannt wurden. Eine Vereinbarung von Eon und …
Innogy fügt sich: Einigung mit RWE und Eon bei Zerschlagung

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.