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Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) steckt überflüssige Steuervorschriften in den Aktenschredder.

Minister will 650 Vorschriften streichen

Söder: Mit der Axt durch den Steuerdschungel

München - Markus Söder (CSU) will den Steurvollzug im Freistaat und im Bund vereinfachen. Auf einen Bierdeckel wir die Steuererklärung wohl auch künftig nicht passen - aber fast, verspricht er.

Finanzminister Markus Söder (CSU) geht mit der Axt gegen den Dschungel an Steuervorschriften vor - in Bayern und Berlin. Für den Freistaat verkündete Söder am Mittwoch die formelle Streichung von 650 Steuervorschriften. Für den Bund verlangte Söder ein „Paragrafenlimit“ und die Vereinfachung des Steuervollzugs. 

„Das ist zwar keine Steuererklärung auf dem Bierdeckel, aber ein DIN A4 Blatt würde auch schon viel nützen„, sagte Söder. „Die Zettelwirtschaft soll verringert werden.“ Für Arbeitnehmer, kleine Unternehmen und ehrenamtlich Tätige könnten die Vorschläge eine große Entlastung bringen.

Söder hat außerdem bekräftigt, dass die Staatsregierung sich nicht mehr am Ankauf von Schwarzgeld-CDs beteiligen will. Außerdem will Söder sich auch nicht an den Kosten beteiligen, die Nordrhein-Westfalen durch den Ankauf der Vermögensdaten im vergangenen Jahr entstanden sind. Darüber berichtete die Passauer Neue Presse. Söder hatte bereits im vergangenen Oktober angekündigt, dass Bayern sich am Ankauf nicht mehr beteiligen werde. Der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Bayern, Christian Ude, kritisierte Söders Haltung.

dpa

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