Flache Fernsehgeräte: Teuer heißt nicht gut

- Der Käufer nimmt viel Geld in die Hand. Doch für 1000 bis knapp 4000 Euro bekommt er keineswegs exzellente Qualität. Keiner von 25 getesteten Flachbild-Fernsehern bekommt in allen Disziplinen gute Noten. So das ernüchternde Fazit von "Test". Und: Das teuerste Gerät hat die schlechteste Note.

Wer meint, flach bedeutet leicht, täuscht sich. Das leichteste Gerät bringt 15 Kilo auf die Waage, die beiden schwersten immerhin 40 Kilo.

Grünliche Hauttöne

Bis zu 3900 Euro (das waren einmal 7627,74 Mark) kostet ein Samsung LE40M91B. Dafür hat das Gerät fast Heimkinoformat. Doch das Sehgefühl davor (für "Farbpuristen", verspricht die Werbung) ließ für die Teste zu wünschen übrig. Hauttöne erschienen ihnen rötlich oder grünlich. Selbst wer elektronische Bilder betrachten will, sieht diese nur in die Breite gezogen. "Ausreichend" die Note der Tester.

Nichts für Zapper

Einen Sharp LC-32 GD8E, bekommt man mit etwas Glück bereits für 1000 Euro. Dafür hat man eine wenigstens befriedigende Bildqualität. Über Scart (Satellitentuner, Video und DVD) liegt er sogar in der Spitzengruppe, kein Gerät ist signifikant besser, die meisten, auch teure, sind schlechter. Und selbst beim Ton - häufig ein Schwachpunkt der Geräte - reicht es knapp für ein "Gut". Wegen langer Umschaltzeiten gab es aber bei der Note fürs "Zappen" ein Minus.

Kein Universaltalent

Perfekt ist kein einziges Gerät. Die beiden besten Plasma-Fernseher (Panasonic und Pioneer) bieten bei Bild und Ton im Schnitt die besten Leistungen. Dafür hapert‘s beim Energieverbrauch (Plasma-Geräte verbrauchen im Schnitt spürbar mehr als vergleichbare LCD-Fernseher). Und die Plasma-Bilder reflektieren stark. Dagegen kommen die meisten LCD-Geräte in dieser Disziplin auf gute bis sehr gute Noten. Und selbst größere Betrachtungswinkel sind bei den neuen Flachbildschirmen kein markanter Schwachpunkt mehr.

Analog - Digital

Beim Analog-Tuner (entsprechende Sender sind allerdings ein Auslaufmodell) bekommen nur der 80-cm-LCD von Toshiba und die beiden Plasma-Testsieger gute Noten für die Bildqualität. Beim zukunftssicheren digitalen DVB-T-Empfang punktet dagegen neben den beiden 80-Zentimeter-Testsiegern der Sharp LC-42XD1E und vor allem das große Gerät von Philips, das wegen eines schlechten Analogtuners abgewertet wurde, sonst aber mit die beste Bildqualität liefert und preislich am unteren Ende der großen Geräte rangiert.

Kabel und Satellit

Alle Geräte haben einen Analog-Tuner und sind damit auch fürs analoge Kabel-Fernsehen ausgerüstet. Einen integrierten Tuner fürs digitale Kabel bieten dagegen nur die Geräte von Metz und Loewe. Noch düsterer sieht es mit dem digitalen Satellitenempfang aus. Kein einziges Gerät ist mit einem internen Tuner ausgerüstet. Die beiden Geräte von Loewe können nachgerüstet werden.

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