Fleißige Sparer ohne Hang zum Risiko

München - Den Bürgern in Bayern ist ein sorgenfreier Lebensabend äußerst wichtig. Sie sind bereit, mehr dafür zu sparen wie die übrigen Bundesbürger. Vor allem dann, wenn sie dadurch früher in Rente gehen können.

Das geht aus dem Vermögensbarometer 2007, eine Umfrage des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, hervor. Die Voraussetzungen für einen sorgenfreien Ruhestand sind günstig. Die Bayern besitzen mehr Geldreserven als der Durchschnittsdeutsche und sparen höhere Summen für die Altersvorsorge. 22,5 Prozent von ihnen zweigen dafür 100 Euro und mehr im Monat ab. Im Bundesdurchschnitt sind es 19,2 Prozent. Jeder zweite Bayer würde zudem in den eigenen vier Wänden wohnen, sagt Hans Schmid, Pressesprecher des Bayerischen Sparkassenverbandes.

Lieber früher in den Ruhestand

Nur 41 Prozent der befragten Bayern wollen so lange arbeiten, wie es ihre Gesundheit zulässt, wenn sie frei darüber entscheiden könnten. 55 Prozent von ihnen wären bereit, mehr für ihre Altersvorsorge zu sparen, wenn sie dadurch früher in den Ruhestand gehen könnten. Im Bundesdurchschnitt sind es nur 49 Prozent.

Verunsicherte Jugend

Allerdings glauben nicht mehr so viele Bayern daran, dass sie ein ausreichendes finanzielles Polster für den Ruhestand ansparen könnten. Nur noch knapp 64 Prozent erwarten, dass das gelingt. Damit liegen die Bürger im Freistaat zwar noch über dem Durchschnitt. 2005 waren es aber fast 72 Prozent.

Besonders skeptisch blicken in Deutschland die 14- bis 19-Jährigen in die Zukunft. Nur 44 Prozent von ihnen sind sich sicher, ausreichende Rücklagen für den Ruhestand ansparen zu können.

Gefragt: Sicherheit und Rendite

Die Bürger im Freistaat investieren ihre Rücklagen fürs Alter bevorzugt in sicherheitsorientierte Anlagen. Gefragt sind Lebens- und Rentenversicherungen, Bausparverträge und Sparbücher in ihren unterschiedlichsten Formen. Bei der Risikobereitschaft stellt Hans Schmid ein Stadt-Land-Gefälle fest. "Auf dem Land greifen die Menschen besonders häufig zu Geldanlagen, bei denen man genau weiß, was am Ende herauskommt."

Um ihre Altersabsicherung zu verbessern, favorisieren die Bayern im Gegensatz zu den anderen Bundesbürgern selbstgenutzte Immobilien und Rentenversicherungen. Häufiger als der Durchschnitt greifen sie auch zur Riester-Rente und zur betrieblichen Altersvorsorge.

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