Zäh fließender Übergang bei VW

- Wolfsburg - In Flugzeugen über dem Atlantik wird man zwei VW-Manager seltener zu Gesicht bekommen: Die Konzernvorstände Jens Neumann und Peter Hartz müssen sich bald nicht mehr fachfremd um den Autoabsatz in Nord- und Südamerika kümmern. Für den weltweiten Verkauf sind demnächst zwei andere hauptverantwortlich: die MarkenVertriebsvorstände Detlef Wittig bei VW und Georg Flandorfer bei Audi. VW-Chef Bernd Pischetsrieder setzt damit beharrlich seinen langsamen, aber konsequenten Umbau der Konzern-Strukturen um - mit ihm selbst im Machtzentrum.

<P>Mit der Stärkung der Marken-Positionen höhlt der Bayer gleichzeitig die des Konzernvorstands aus, der unter seinem Vorgänger Ferdinand Piech nahezu allmächtig war. Zumal er wohl den im April ausgeschiedenen Konzern-Vertriebsvorstand Robert Büchelhofer nicht ersetzen wird. Der von der BMW-Kultur geprägte Pischetsrieder wählt den fließenden Übergang. Am Ende dürfte er dennoch den Wolfsburger Monolithen nach seinem Willen umgestaltet haben.</P><P>Denn gut eineinhalb Jahre nach Vorstellung des Zweimarken-Konzepts werden die Konturen deutlicher: Mit seinem Schnitt hat der VW-Chef das kaum mehr kontrollierbare Markengeflecht und den Modelldschungel geteilt. Neben ihm verantwortet Audi-Chef Martin Winterkorn den Erfolg dieser Operation. Sie soll vor allem dem von Piech angeheizten Wettbewerb der Marken untereinander ein Ende machen. Auch bei den Autos selbst wird langsam die gedachte Linie sichtbar.</P>

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