Flixbus baut Marktführung aus

Postbus-Übernahme: Ende der Schnäppchenreise

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München - Bald sind alle Fernbusse grün: Bedeutet die Übernahme von Post- durch Flixbus das Ende der Schnäppchen(p)reise? Ein Kommentar von Manuela Dollinger.

Die Deutsche Post ist mit ihrem Ausflug ins Fernbusgeschäft kläglich gescheitert. Man wolle sich wieder aufs Kerngeschäft konzentrieren, heißt es kleinlaut. Vernünftig. Auch wenn die Einsicht spät kommt – und viel Geld in ein unrentables Geschäft gesteckt wurde. Der Postbus fällt nun an Flixbus. Der Marktanteil des Münchner Unternehmens steigt so auf rund 80 Prozent. Was die Deutsche Bahn auf der Schiene ist, wird Flixbus nun auf der Autobahn: ein Nahezu-Monopolist, der die Preise fast im Alleingang diktieren kann. Die Zeit der Schnäppchenreisen könnte damit bald vorbei sein – auch wenn Flixbus beteuert: Zunächst wird nicht an der Preisschraube gedreht.

Wer nun auf das Kartellamt hofft, das zuletzt die Übernahme von Tengelmann durch Edeka untersagt hat, wird leider enttäuscht. Der Behörde sind die Hände gebunden. Um gegen eine Fusion vorgehen zu können, müssen Voraussetzungen erfüllt sein: Ein Unternehmen muss 5 Millionen Euro, das andere 25 Millionen Euro und beide zusammen 500 Millionen Euro umsetzen. Bei Fernbusfirmen ist das nicht der Fall, weil sie nur als Vermittler auftreten. Den eigentlichen Transport übernehmen Subunternehmer, die wiederum unter den Kampfpreisen in der Branche leiden. Bleibt die Hoffnung, dass wenigstens die Busfahrer ein Stück vom Kuchen abbekommen, sollten die Preise anziehen.

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