Flucht in Insolvenz für GM keine gute Lösung

- Detroit - Für den angeschlagenen US-Autogiganten General Motors ist eine Flucht in die Insolvenz zur Lösung seiner finanziellen Probleme "keine gute Option". Das erklärte Konzernchef Rick Wagoner. Zugleich kündigte er an, er und vier andere Spitzenmanager würden ihre Vergütungen um mindestens 40 Prozent kürzen. Gewerkschafter hatten der Konzernführung vorgeworfen, von den einfachen Arbeitern und Angestellten große Opfer zu verlangen und sich selbst zu schonen.

Ein Bankrott würde für den weltgrößten Autokonzern, zu dem auch die deutsche Traditionsmarke Opel zählt, "erhebliche Kosten" mit sich bringen, sagte Wagoner. In letzter Zeit hatten sich die Spekulationen über eine Insolvenz von GM gehäuft.

Mit einem Verlust von 1,6 Milliarden Dollar (1,33 Milliarden Euro) im dritten Quartal steht GM das Wasser bis zum Hals. In den ersten neun Monaten summierte sich der Verlust auf über drei Milliarden Euro. Sinkende Absatzzahlen, ein verlustreicher Preiskrieg mit der Konkurrenz, hohe Produktionskosten und ein horrender Schuldenberg sind die Hauptursachen für die Krise. Wagoner hatte Anfang Juni ein rigoroses Sparprogramm mit der Streichung von 25 000 Jobs in den USA und der Schließung von Fabriken verkündet.

Rettung erhofft sich der Autobauer von einem milliardenschweren Sparpaket zur Senkung der Krankenversicherungskosten für die Mitarbeiter, auf das sich Konzernführung und die Autoarbeitergewerkschaft UAW im Grundsatz verständigten. Das Sparpaket sieht vor, die Kosten für die Krankenversicherung der Mitarbeiter um drei Milliarden Dollar vor Steuern jährlich zu senken. Die Verbindlichkeiten für die Krankenversicherungen von Pensionären sollen um 25 Prozent oder 15 Mrd. Dollar gesenkt werden.

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