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Ulrich Weber.

"Sollten uns mehr dieses Thema kümmern"

Flüchtlingsdebatte: Deutsche Bahn schaltet sich ein

Berlin - In die Flüchtlingsdebatte schaltet sich nun auch die Deutsche Bahn AG ein. "Wir sollten und müssen uns als Wirtschaft insgesamt mehr um dieses Thema kümmern".

Das sagte der Personalvorstand der Deutschen Bahn, Ulrich Weber. Er sprach mit dem Berliner "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe). "Nicht nur, weil wir gesellschaftliche Verantwortung tragen, sondern auch aus eigenen, wenn Sie so wollen unternehmerischen Interessen."

Die Bahn plane in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit zwei regionale Ausbildungsprojekte für erwachsene und jugendliche Flüchtlinge, sagte Weber dem "Tagesspiegel". Als Ziele dieser Maßnahme nannte er "Willkommenskultur, Qualifizierung und Integration".

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte am Mittwoch die Prognose zur Zahl der bis Jahresende in Deutschland erwarteten Flüchtlinge drastisch von 450.000 auf 800.000 angehoben. In der gegenwärtigen Debatte spielt auch die Frage eine Frage, unter welchen Voraussetzungen Flüchtlinge hierzulande arbeiten dürfen.

Zu dem fast einjährigen Tarifkonflikt mit der Lokführergewerkschaft GDL sagte Weber, dieser habe dem Image der Bahn schweren Schaden zugefügt. "Die Streiks haben uns nicht nur wirtschaftlich geschadet, sie haben auch unser gutes Image als Arbeitgeber beschädigt", sagte der Bahn-Vorstand dem "Tagesspiegel". Er habe es als keinen guten Stil empfunden, wie die GDL öffentlich über den Arbeitgeber DB gesprochen habe. "Das nehme ich der GDL schon übel, weil sie als Gewerkschaft genau weiß, dass die Bahn gute Arbeitsbedingungen bietet. Sie hat sie ja auch selbst mit ausgehandelt", sagte Weber.

AFP

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