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Flüchtlingsstrom aus Syrien

Genf - Helfer schlagen Alarm: Immer mehr Syrer müssen von humanitären Organisationen versorgt werden. Bald könnten es schon vier Millionen sein. Der Strom von Flüchlingen wächst dramatisch.

Die Not in Syrien wird immer schlimmer und der Strom von Flüchtlingen wächst dramatisch: Allein innerhalb von 24 Stunden flohen seit Donnerstag laut UN-Angaben 11 000 weitere Menschen aus dem Bürgerkriegsland. Insgesamt werde die Zahl der Syrer, die auf internationale Hilfe angewiesenen sind, bis Jahresende wahrscheinlich von derzeit 2,5 Millionen auf 4 Millionen anwachsen, sagte der zuständige Direktor der UN-Nothilfekoordinierung (OCHA), John Ging, am Freitag in Genf.

Vier Millionen Notleidende seien keine Dramatisierung, sondern eine „logische Vorhersage“ angesichts der im Land anhaltenden Gewalt, erklärte OCHA-Sprecher Jens Laerke nach einer Beratung von 52 staatlichen und nichtstaatlichen Hilfsorganisationen. Die Zahl der ins Ausland geflohenen Syrer stieg inzwischen auf 408 000, erklärte der Nahost-Koordinator des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Panos Moumtzis.

9000 der zuletzt geflohenen Syrer hätten die Grenze zur Türkei überschritten, während sich jeweils 1000 in den Libanon und nach Jordanien in Sicherheit gebracht hätten. Als Grund für die erhebliche Zunahme nannten Vertreter der Hilfsorganisationen die immer intensiver werdende Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen.

Bei dem Treffen sei von vielen Beteiligten beklagt worden, dass nicht genügend Geld für die humanitäre Syrien-Hilfe zur Verfügung stehe, sagte UNHCR-Sprecherin Sybella Wilkes. Von geschätzten rund 488 Millionen Dollar (375 Millionen Euro), die 52 Hilfsorganisationen bis Jahresende für Syrien erbeten hätten, seien bislang nur 35 Prozent von Geberstaaten bereitgestellt worden. „Das ist angesichts des näher rückenden Winters ganz schlimm.“

dpa

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