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Trotz einer Zugverspätung von 103 Minuten müssen Reisende die Kosten ihres verpassten Fluges selbst tragen.

Urteil in Frankfurt

Flug wegen Zugverspätung verpasst: Reisende müssen Kosten selbst tragen

Ein Touristenpaar aus Würzburg verpasste wegen einer Zugverspätung von 103 Minuten seinen Flug. Trotzdem müssen die Reisende die Kosten selbst tragen. Das entschied das Amtsgericht Frankfurt am Donnerstag.

Frankfurt/Main - Trotz einer Zugverspätung von 103 Minuten bei der Anreise muss ein Touristenpaar aus Würzburg die Kosten für einen verpassten Flug selbst tragen. Die Kläger seien schlicht zu spät losgefahren, urteilte das Amtsgericht Frankfurt in einer am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung. Die Touristen hätten für die im Flugpreis enthaltene Bahnfahrt eine Verbindung wählen müssen, die mindestens drei Stunden vor Abflug den Flughafen fahrplanmäßig erreicht.

Reisende hätten Zugverspätung einkalkulieren müssen

Darauf habe der Veranstalter auch hingewiesen, stellte das Gericht fest. Die Reisenden hatten hingegen nur einen Puffer von rund zweieinhalb Stunden eingebaut und wegen der Bahn-Verspätung letztlich das Check-in zum Flug um fünf Minuten verpasst. Die Kosten für Ersatztickets und eine Hotelübernachtung müssen sie nun selbst tragen.

Grundsätzlich könne der Veranstalter auch für das mit der Reise verkaufte Rail&Fly-Ticket haftbar gemacht werden, befanden die Richter. Im Einzelfall hätten aber die Kläger mögliche Verspätungen im Bahnverkehr einkalkulieren müssen.

dpa

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