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Lufthansa

Flugbetrieb läuft nach Streik wieder normal

Berlin - Nach dem dreitägigen Pilotenstreik läuft der Flugbetrieb seit Samstagmorgen wieder normal. Wie eine Lufthansa-Sprecherin am Sonntag in Frankfurt am Main sagte, fanden am Samstag rund 1800 Flüge statt.

Es gelte wieder der reguläre Flugplan. Auch die Lufthansa-Tochter Germanwings kehrte wieder zu ihrem Normalbetrieb zurück.

Der Sprecherin zufolge landeten am Samstagmorgen um 05.10 Uhr die ersten Maschinen in Frankfurt am Main. Wie die dortige Betreibergesellschaft Fraport mitteilte, gab es am Samstag ein erhöhtes Passagieraufkommen, vergleichbar mit einem Start in die Ferien. Der Flugbetrieb sei nach dem Streik reibungslos wieder angelaufen.

Der Fraport-Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte erklärte zugleich: "Streikmaßnahmen, damit einhergehende Flugausfälle, Bilder von im Transit festsitzenden Passagieren und enttäuschten Urlaubern schädigen unser Image." Darunter leide auch der Ruf Deutschlands. Er appellierte erneut an die Gewerkschaften, "den Flughafen nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit als öffentlichkeitswirksames Mittel zur Durchsetzung tariflicher Forderungen zu missbrauchen".

Bis zum Ende der Osterferien soll es nach Angaben der Pilotenvereinigung Cockpit keine weiteren Streiks geben. Das Lufthansa-Vorstandsmitglied Kay Kratky hatte am Freitag die Piloten aufgefordert, ohne Vorbedingungen an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Er hatte eine Schlichtung für den Tarifkonflikt ins Gespräch gebracht. Hauptstreitpunkt ist die sogenannte Übergangsversorgung, die es den Piloten bislang erlaubt, ab 55 Jahren in einen bezahlten Frühruhestand zu gehen.

Auch der Präsident der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Klaus-Peter Siegloch, beklagte den hohen Imageschaden für den Standort Deutschland durch den Streik. Er kritisierte in der "Passauer Neuen Presse" vom Samstag das Ausmaß der Streiks im Luftverkehr: "Wenn die Luftfahrt beinahe im Wochenrhythmus mal von Verdi, mal drei Tage hintereinander von Piloten bestreikt wird, dann hat das mit der Verhältnismäßigkeit der Mittel nichts mehr zu tun." Das dringend benötigte Vertrauen der Kunden werde "bei einem so umfangreichen Streik im Nu beschädigt".

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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