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Insolvenzantrag: Die Maschinen des Charterflugunternehmens Hamburg International bleiben am Boden.

Fluggesellschaft Hamburg International ist pleite

Hamburg - Die Charterfluggesellschaft Hamburg International mit mehr als 300 Mitarbeitern ist zahlungsunfähig und hat den Flugbetrieb weitgehend eingestellt. Die betroffenen Passagiere wurden auf andere Fluglinien umgebucht.

Wie das Luftfahrtunternehmen am Mittwoch in Hamburg mitteilte, hat die Geschäftsführung schon am Dienstag beim Amtsgericht Hamburg Insolvenzantrag gestellt. Das Gericht habe den Rechtsanwalt Sven-Holger Undritz als Insolvenzverwalter bestellt.

Hamburg International ist eine Charterfluggesellschaft mit 320 Mitarbeitern, neun Passagierjets und Hauptsitz in Hamburg. Im Auftrag großer Reisekonzerne steuerte Hamburg International Ziele wie Fuerteventura, Antalya, Las Palmas oder Hurghada an. In Deutschland starteten die HI-Jets von den Flughäfen Hamburg, Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Köln/Bonn, München, Nürnberg, Weeze und anderen.

Airlines & ihre Flugbegleiterinnen

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Seit der Gründung im Jahr 1998 führt das Unternehmen auch Flüge für Firmen durch. Im Jahr 2009 wurden 875.000 Passagiere befördert, wie die Firma mitteilte. 2010 wollte das Luftfahrtunternehmen die Millionenmarke knacken. Hamburg International machte außerdem Nischengeschäfte wie Heimflüge für Ausländer in Deutschland oder riskante Aufträge wie den Transport von Blauhelmsoldaten, wie es in Presseberichten hieß.

Als Ursache für die Insolvenz nannte die Firma einen Investorenprozess, “der leider nicht in der erforderlichen Schnelligkeit realisiert werden konnte“. Gespräche mit Interessenten würden mit dem Insolvenzverwalter weiter geführt. Bisher sei es gelungen, “alle Passagiere an ihren Zielort zu bringen“, hieß es. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiterschaft seien durch die Agentur für Arbeit für drei Monate abgesichert. Der Reiseveranstalter TUI teilte mit, die von den Flugausfällen betroffenen Kunden seien auf andere Flüge umgebucht worden.

dapd

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