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SAS gilt als Kandidat für eine Übernahme durch die Lufthansa.

Fluggesellschaft SAS will tausende Jobs streichen

Stockholm - Die stark angeschlagene skandinavische Fluggesellschaft SAS braucht frisches Kapital und will 8600 Stellen streichen.

Wie SAS am Dienstag in Stockholm mitteilte, will sich das Unternehmen mit einer "strategischen Wende" auf den nordeuropäischen Stammmarkt konzentrieren. Der halbstaatlich in Dänemark, Norwegen und Schweden betriebene Konzern gilt als Kandidat für eine Übernahme durch die Lufthansa.

SAS hat Eignerzusagen über eine Kapitalzufuhr von sechs Milliarden schwedischen Kronen (560 Mio Euro). Damit wolle man die Umstellung auf eine neue Konzernstrategie finanzieren. Im vergangenen Jahr flog SAS ein Minus von 6,3 Milliarden Kronen ein.

Davon entfielen 4,9 Milliarden Kronen auf die spanische Tochter Spanair, die SAS am Wochenende für einen symbolischen Betrag verkauft hat. 2007 war noch ein Nettogewinn von 636 Millionen Kronen ausgewiesen worden. Der Umsatz stieg 2008 um 5,1 Prozent auf 12,9 Milliarden Kronen.

Das Unternehmen plant weitere Verkäufe bisheriger Tochterunternehmen und will zahlreiche eigene Aktivitäten auf andere Unternehmen verlagern. Damit wolle man unter Einschluss von Spanair auf 5600 der geplanten 8600 Stellenstreichungen kommen.

Unter Abzug der in Spanien angefallenen Verluste habe SAS "eigentlich ein akzeptables Geschäftsjahr" gehabt, sagte ein Unternehmenssprecher. Der Aktienkurs fiel nach der Bilanzveröffentlichung um 20 Prozent auf 34,30 Kronen.

dpa

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