Wichtiges Argument beim Thema dritte Startbahn

Trotz Aus von Air Berlin: Flughafen München an der Schmerzgrenze

Der Flughafen München sieht sich trotz eines Wachstumsdämpfers durch den Ausfall der Fluggesellschaft Air Berlin an der „Schmerzgrenze“.

München - Es gebe bereits zwei Strecken, auf denen die Fluggesellschaften Nordica und SAS im Sommerflugplan ihren Passagieren keine festen täglichen Abflugzeiten mehr bieten könnten, weil die entsprechenden Slots nicht mehr verfügbar sind, sagte Flughafen-Chef Michael Kerkloh am Mittwoch in München. Das sei für den Ticketvertrieb dieser Airlines ein absoluter „Killer“.

Im laufenden Jahr rechnet der Flughafen-Chef mit einem Passagierwachstum um etwa drei Prozent auf mehr als 46 Millionen. Die Zahl der Starts und Landungen dürfte dagegen nur moderat um rund ein Prozent zulegen, wobei sich bei den Langstreckenverbindungen ein Schub zeige. Etwa von August an dürfte die Lücke, die durch die Air-Berlin-Pleite entstanden war, wettgemacht sein, weil andere Airlines die Verbindungen der Fluggesellschaft bis dahin übernommen haben dürften, sagte Kerkloh.

Die Verkehrsentwicklung des Flughafens ist ein wichtiges Argument beim umstrittenen Thema dritte Start- und Landebahn am Münchner Flughafen. Die Gegner eines Flughafenausbaus argumentieren, eine dritte Startbahn sei nicht notwendig. Die Befürworter warnen dagegen, dass München wegen des rasanten Wachstums im internationalen Flugverkehr den Anschluss nicht verlieren dürfe.

Im vergangenen Jahr erzielte der Flughafen ein Rekord-Gesamtergebnis nach Steuern von 155 Millionen (Vorjahr: 152 Mio) Euro. Der Konzernumsatz legte nach vorläufigen Berechnungen um gut 100 Millionen auf knapp 1,5 Milliarden Euro zu. Gesellschafter des Airports sind die Stadt München, der Bund und der Freistaat Bayern.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Frank Mächler

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