Flughafen München: Aufschlag für Abgase

München - Das Fliegen soll durch schadstoffabhängige Start- und Landegebühren sauberer, aber nicht teurer werden. Als Pilotprojekt soll dies vom 1. Januar 2008 an drei Jahre lang zunächst auf den Flughäfen in München und Frankfurt erprobt werden. Das teilten Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), sowie die Chefs der beiden Flughafengesellschaften und der Deutschen Lufthansa am Mittwoch mit.

Die Start- und Landeentgelte sollen sich danach künftig nicht mehr nur nach Lärm und Flugzeuggewicht bemessen, sondern auch nach Stickoxiden und unverbrannten Kohlenwasserstoffen. Über Frankfurt und München laufen mehr als die Hälfte aller Starts und Landungen in Deutschland.

Der deutsche Vorschlag sollte europaweit von der EU-Kommission übernommen werden, die an einem eigenen Plan arbeite, forderten die in der "Initiative Luftverkehr" zusammengeschlossenen Unternehmen. "Ziel ist es, die Luftqualität im Umfeld der Flughäfen spürbar zu verbessern", sagte Tiefensee. Insgesamt solle sich das Fliegen dadurch aber nicht verteuern, teilten die Chefs der Flughafengesellschaften München und Frankfurt, Michael Kerkloh und Wilhelm Bender mit.

Nach ihren Worten wird jedoch der Einsatz umweltfreundlicher Flugzeuge belohnt; für Maschinen mit stärkerem Schadstoffanteil sei ein höheres Entgelt zu zahlen. So müssten die Airlines in Frankfurt für Landung oder Start von 2008 an ein Entgelt für eine Maschine des Typs "747-200" jeweils bis zu 2600 Euro zahlen. Bei einer moderneren Boeing "737-800" seien es nur 75 Euro. 

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