Flughafen München strebt an die Börse

- München - Der Münchner Flughafen soll bis zum Jahr 2009 fit für die Börse sein. "Wir wollen innerhalb der nächsten fünf Jahre die Kapitalmarktfähigkeit erreichen", sagte der Geschäftsführer der Flughafen München GmbH, Michael Kerkloh, der "Financial Times Deutschland". Das Unternehmen müsse so ausgerichtet sein, dass die öffentlichen Anteilseigner nicht mehr bemerkbar seien. Mit einer raschen Privatisierung rechnet der Flughafen-Chef allerdings nicht.

<P>Der nach Frankfurt zweitgrößte deutsche Flughafen hatte erst im vergangenen Sommer für 1,5 Milliarden Euro sein zweites Terminal eröffnet und damit seine Kapazität auf 50 Millionen Passagiere jährlich verdoppelt.<BR><BR>Im vergangenen Jahr war der Umsatz der Flughafen München GmbH (FMG) um 7,7 Prozent auf 618 Millionen Euro gestiegen. Die hohen Kosten für den Bau des Terminal 2 drückten das Jahresergebnis nach Abschreibungen auf minus 51 Millionen Euro. Damit rutschte das Jahresergebnis erstmals seit sieben Jahren in die roten Zahlen. Den ursprünglich prognostizierten Verlust von 72 Millionen Euro wolle Kerkloh auch durch Rationalisierung deutlich verringern.<BR><BR>"Wir rechnen nun damit, 2004 bei einem Verlust von 60 Millionen Euro zu landen", sagte der Flughafenchef. Per Produktivitätssteigerung solle bis 2008 eine Ergebnisverbesserung um 100 Millionen Euro erzielt werden. Da der Flughafen weiter wachse, gehe das voraussichtlich weitgehend ohne Entlassungen, sagte Kerkloh.<BR></P>

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