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Die geplante Öko-Abgabe auf Flugtickets sorgt für Ärger.

Flugticket-Abgabe sorgt für Aufregung

Berlin - Die geplante Abgabe für Fluggesellschaften auf Flugtickets sorgt für Unmut. Verbraucherschützer warnen, die Abgabe könnte einfach an die Passagiere weitergegeben werden.

Die geplante Öko-Abgabe auf Flugtickets könnte am Ende bei den Passagieren hängen bleiben. Verbraucherschützer warnten die Unternehmen am Dienstag davor, diese Gebühren einfach an die Kunden weiterzugeben. Die Bundesregierung habe die Abgabe in ihrem Gesamtpaket den Belastungen der Wirtschaft zugeordnet. Sie kann nicht am Ende auf Verbraucher und Fluggäste verlagert werden“, sagte ein Sprecher des Verbraucherzentrale Bundesverbands in Berlin. Der Weltluftfahrtverband IATA kritisiert die Pläne als “kurzsichtige und unverantwortliche Politik übelster Art“. Zustimmung kam hingegen vom viertgrößten deutschen Reiseveranstalter Alltours.

Die Abgabe soll für alle Passagiere erhoben werden, die von deutschen Flughäfen starten. In ihrem Konzept zum Schuldenabbau erwartet die Regierung daraus von 2011 an Einnahmen von jährlich einer Milliarde Euro. IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignani forderte, die Abgabe nicht einzuführen. “Es ist die falsche Maßnahme zur falschen Zeit.“ Europas Fluggesellschaften dürften in diesem Jahr bereits ohne die Abgabe einen Verlust von 2,8 Milliarden US-Dollar (2,35 Mrd Euro) einfliegen. Einen Nutzen für den Klimaschutz gebe es bei einer regionalen Abgabe nicht.

Alltours-Chef Willi Verhuven sagte dagegen: “Es kann nicht sein, dass durch Billigfliegerei und Tickets für 9,90 Euro die Umwelt verpestet wird.“ Der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Peter Altmaier (CDU), hob die ökologische Zielsetzung hervor. Fluggesellschaften müssten sich überlegen, ob sie Ticketpreise erhöhten oder Einsparmöglichkeiten nutzen könnten. Luftfahrtexperten können sich kaum vorstellen, dass die Unternehmen die Abgabe komplett selbst tragen werden. “Angesichts der angespannten Ertragslage müssen die Fluggesellschaften die Kosten weitergeben - mindestens einen Teil, wenn nicht sogar komplett“, sagte die Branchenanalystin der Nord/LB, Martina Noß.

dpa

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