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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sorgt sich wegen des Flugverbots um die deutsche Wirtschaft.

Flugverbot: Schaden beträgt eine Milliarde Euro pro Tag

Berlin - Die Bundesregierung und die Industrie wollen die wirtschaftlichen Schäden durch die Sperrung des deutschen Luftraums möglichst gering halten. Dazu planen sie folgende Maßnahme:

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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und BDI-Präsident Hans-Peter Keitel vereinbarten die sofortige Einsetzung einer Arbeitsgruppe.

Diese solle unverzüglich alle nötigen Maßnahmen in die Wege leiten, um die volkswirtschaftlichen Schäden zu minimieren, sagte ein Sprecher des Industrieverbandes BDI. Brüderle hat für Montagnachmittag Industrievertreter zu Gesprächen eingeladen. “Wir werden gemeinsam diskutieren, wie man schwerwiegende Auswirkungen vermeiden kann“, erklärte Brüderle in Berlin. “Die Aschewolke, die der Vulkan in Island verursacht, beeinträchtigt die Wirtschaftsabläufe in erheblichem Ausmaß“, erklärte Brüderle weiter. “Wenn in der globalisierten Wirtschaft Wertschöpfungsketten über einen längeren Zeitraum unterbrochen werden, kommen wir in eine ernste Lage.“

Der BDI verwies darauf, dass rund 40 Prozent der deutschen Exporte per Flugzeug erfolgen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag schätzt, dass das aktuelle Flugverbot die heimische Wirtschaft jeden Tag eine Milliarde Euro kostet.

dpa/apn

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