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Wegen der neuen Flugzeiten schlägt die Pilotenvereinigung Cockpit Alarm.

Flugzeiten: Pilotenvereinigung schlägt Alarm

Berlin - Die Pilotenvereinigung Cockpit hat geplante neue Flugdienstzeiten als gefährlich kritisiert. Warum auch Fluggäste davon betroffen sein könnten.

Mehr als zehn Stunden lange Flugdienste in der Nacht würden laut Wissenschaftlern zu Ermüdungserscheinungen führen, sagte Cockpit-Präsident Ilja Schulz am Montag in Berlin. Die aktuell vorgelegten Vorschläge der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) zur Änderung der EU-Regeln würden 11, in Ausnahmefällen auch 12 bis 13 Stunden erlauben. Das sei eine „Gefahr für die Flugsicherheit“.

Schon jetzt gebe es tägliche Flugdienstzeiten von 14 Stunden, sagte Schulz. „Bei der Landung sind Piloten dann 16 bis 18 Stunden wach. Am Ende einer solchen Dienstzeit steht die Landung. Landungen im Nebel, bei Schnee oder Gewittern lassen aber keinen Spielraum für Erschöpfung.“ Schulz warf der Agentur für Flugsicherheit vor, sich den Forderungen der Fluglinien zu beugen.

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Die Flugsicherheitsbehörde argumentierte, es gebe keine Vorschriften für eine erhöhte Zahl von Flugstunden. Zudem seien zahlreiche wissenschaftliche Studien analysiert worden und alle betroffenen Gruppen angehört worden. Die neuen Regeln sollen Mitte 2013 in das EU-Recht aufgenommen werden und bis Ende 2015 umgesetzt werden.

Die EASA sieht bisher 14 Stunden als Höchstgrenze bei Kurzflügen und 11 Stunden bei Nachtflügen vor. In den USA wurde Anfang des Jahres die Grenze hingegen auf neun Stunden in der Nacht gesenkt. Immer wieder kommt es zu Problemen bei Flügen, weil Piloten Schlafmangel haben. Im Mai setzten Piloten einen Notruf ab und ließen ihr Flugzeug in München vom Autopiloten landen, weil sie sich zu müde fühlten.

dpa

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