"Focus": Piech unterstützt Wiedeking

-

Stuttgart/München (dpa) - VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech hat nach einem Bericht des Magazins "Focus" dem Porsche- Vorstandsvorsitzenden Wendelin Wiedeking sein Vertrauen ausgesprochen.

Bei einem Treffen der wichtigsten Mitglieder der Familien Porsche und Piech am vergangenen Montag in Österreich habe der VW-Aufsichtsratsvorsitzende erklärt, er unterstütze Wiedekings Kurs bei der geplanten Übernahme des Wolfsburger Autobauers uneingeschränkt, berichtet das Magazin. Porsche-Sprecher Anton Hunger betonte in Stuttgart: "Die Familien Piech und Porsche haben jede Entscheidung bisher mitgetragen." Deshalb sei es "eine Selbstverständlichkeit, dass sie hinter Herrn Wiedeking stehen." Porsche will in den nächsten Wochen seinen VW-Anteil auf mehr als 50 Prozent erhöhen.

Nach Angaben von "Focus" waren zuletzt beim Stuttgarter Sportwagenbauer Spekulationen aufgetaucht, Piech traue Wiedeking das VW-Projekt nicht zu. Einigkeit herrschte bei dem Familientreffen dem Bericht zufolge auch über die Strategie im Mitbestimmungsstreit mit den VW-Betriebsräten. Die Angriffe von VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh kritisierten die Eigentümerfamilien als "maßlos überzogen" und "unverschämt". Osterloh hatte die Stuttgarter unter anderem als "arrogante Neureiche" beschimpft, weil sie angeblich die Arbeitnehmerrechte der Wolfsburger mit Füßen treten würden. Die Porsches und Piechs stellten klar, dass sie sich "von einem Herrn Osterloh" nicht unter Druck setzen lassen.

Bei dem Konflikt zwischen Betriebsräten geht es um die Rechte der Beschäftigten beider Unternehmen, wenn VW in der Porsche-Holding als Konzerntochter geführt wird. Um den Streit beizulegen, soll es am 10. September einen "Friedensgipfel" geben.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

USA und China verschärfen Handelsstreit dramatisch
Geht es nach Donald Trump, soll die Hälfte aller chinesischen Einfuhren in die USA mit Strafen belegt werden. Peking will Vergeltung üben. Die beiden größten …
USA und China verschärfen Handelsstreit dramatisch
Audis kommissarischer Chef heißt Bram Schot
VW und Audi halten sich im Falle Stadler alle Optionen offen. Der Audi-Chef wurde beurlaubt und der bisherige Vertriebsvorstand Schot auf seinen Posten berufen. …
Audis kommissarischer Chef heißt Bram Schot
Lange Wartezeiten am Frankfurter Flughafen möglich
Deutschlands Tor zur Welt klemmt derzeit. Zum Beginn der Sommerferien in einigen Bundesländern herrscht am Frankfurter Flughafen Anspannung. Staus wie zu Ostern sollen …
Lange Wartezeiten am Frankfurter Flughafen möglich
Frau lenkt Diskussion nach Aldi-Post in andere Richtung: Wurden wegen der WM tatsächlich viele Hunde getötet?
Über positive Aufregung vor der Fußball-WM wollte Aldi Süd auf Facebook schreiben - und erlebte eine aus ganz anderen Gründe aufgeregte Kundin.
Frau lenkt Diskussion nach Aldi-Post in andere Richtung: Wurden wegen der WM tatsächlich viele Hunde getötet?

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.