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Wenn die Sonne vom Himmel strahlt, liefert sie Energie, die in immer mehr Häusern direkt für Warmwasser und Heizung genutzt wird.

Kombi-Solaranlagen

Fördergeld hilft bei der Umstellung

Sonnenenergie vom Dach liefert nicht nur warmes Wasser, sondern kann auch die Heizung unterstützen. Doch die Umstellung lohnt sich derzeit nur, weil der Staat – und auch die Hersteller – sie fördern. Wieder steigende Energiepreise können aber dafür sorgen, dass die Rechnung schneller aufgeht.

Die Energie-Einsparung durch eine Kombi Solaranlage ist nicht zu unterschätzen: Bis zu 8500 Euro Heizkosten können auf diese Weise (bei den mittleren Ölkosten des Jahres 2008) in 25 Jahren erwarteter Lebensdauer eingespart werden. Dumm nur, dass die Investition in Solaranlagen mit diesem Potenzial nach Listenpreisen wenigstens rund 10 000 Euro schluckt (Zahlen der Stiftung Warentest). Selbst wenn man die Zinsen vernachlässigt, würde sich das nicht lohnen. Die Lage aber kann sich schnell ändern, wenn die Energiepreise – wie von Experten erwartet – wieder anziehen.

Vom Staat gefördert

Die Hersteller fördern ihren Verkauf mit Rabatten und der Staat mit zinsgünstigen Darlehen sowie Zuschüssen. So kommt langfristig bereits heute eine Ersparnis heraus. Besonders, wenn man das bereits erwärmte Wasser auch entsprechend nutzt – zum Beispiel auch in der Waschmaschine oder im Geschirrspüler – was die Stromrechnung drückt.

Ein positiver Effekt für die Umwelt ergab sich bei allen getesteten Anlagen. Der Energieaufwand für Herstellung und Betrieb ist je nach Anlage nach 26 bis 43 Monaten wieder ausgeglichen.

So funktioniert es

Die Technik der Solaranlage und die des Speichers fürs warme Wasser variieren nur geringfügig: Bei den Wärmesammlern dominieren Flachkollektoren. Doch kommen auch teurere Vakuumröhren zum Einsatz, die bei gleicher Leistung weniger Platz brauchen, von denen jedoch einige im Test platzten.

Die Speichertanks sind nicht einfach Behälter fürs warme Wasser, sondern komplizierte Regelungsanlagen: Ein Solarkreislauf transportiert die vom Kollektor gesammelte Sonnenwärme in den Speicher, wo es das Heizwasser erwärmt.

Das Heizungswasser bildet den zweiten Kreislauf zwischen Heizkessel, Heizkörpern und Speicher. In diesem Speicher beheizt es zusätzlich einen Behälter, der das Warmwasser für Küche und Bad bereithält. Temperaturfühler und Ventile sollen dafür sorgen, dass für alle Zwecke ausreichend Warmwasser zur Verfügung steht.

In einigen Modellen sorgt ein zusätzlicher Wärmepuffer dafür, dass der Heizkessel seltener anspringt. Allerdings zahlte sich der Zusatzaufwand sowohl für Vakuumröhren, als auch für Pufferspeicher im Test nicht aus. Diese aufwändigeren Systeme wurden im Ergebnis von den besten einfacheren Anlagen geschlagen.

Wo es Geld gibt

Für die staatliche Förderung ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (www.bafa.de) zuständig. Es gibt zusätzlich zu 410 Euro Grundförderung 60 Euro (nur Warmwasser) oder 105 Euro (mit Heizungsunterstützung) pro Quadratmeter Kollektorfläche (bis 40 m2). Auch der Kesseltausch zugunsten einer Brennwertheizung einer Wärmepumpe oder einer Biomasseheizung wird mit 375 bis 750 Euro gefördert.

Wer gleichzeitig sein Haus mit einer hocheffizienten Wärmedämmung ausstattet, kann auch vom CO2-Gebäudesanierungprogramm der KFW-Förderbank (www.kfw-foerderbank.de) profitieren. Dies ist vor allem in der Zinsvariante günstig und bietet Zinsen ab 1,41 Prozent. Diese Förderung ist aber nur zu haben, wenn das Haus energetisch auf Neubauniveau saniert wird.

Meist müssen dazu Dach und Außenwände isoliert werden. Das allein kostet bereits für ein Einfamilienhaus mehrere 10 000 Euro. Außerdem ist Eigenleistung zum Kostensparen Tabu. KfW-gefördert wird nur, wenn eine Fachfirma die Arbeiten erledigt.

mm

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