Ford bietet mehr als 75 000 Arbeitern Frühruhestand an

- Detroit - Die Ford Motor Company will mehr als 75 000 Mitgliedern der amerikanischen Automobilarbeitergewerkschaft UAW (United Auto Workers) freiwillige Frühruhestandsprogramme anbieten.

Sie sollen je nach Alter und Länge der Betriebszugehörigkeit Abstandspakete von 35 000 Dollar bis 140 000 Dollar und andere Leistungen offeriert bekommen. Hierauf haben sich die Gewerkschaft und Ford geeinigt, gab die UAW in Detroit bekannt.

Es stehe allen (amerikanischen) Ford-Arbeitern wenigstens eines der Programme zur Verfügung. Kein Arbeiter werde unfreiwillig seinen Arbeitsplatz räumen müssen. Die Mitglieder müssten unter schwierigen Umständen harte Entscheidungen treffen, erklärte Gewerkschaftspräsident Ron Gettelfinger. Der für Ford zuständige Gewerkschaftsvizepräsident Bob King zeigte sich über die Ford-Marktanteilverluste "tief besorgt".

Ford hat mit seinem schwer angeschlagenen nordamerikanischen Autogeschäft hohe Verluste verbucht. Ford leidet besonders unter Absatzeinbußen bei seinen großen Geländewagen und Pickups, den früher lukrativsten Modellen. Ihr Verkauf hat wegen der hohen Treibstoffpreise stark gelitten. Die amerikanischen Ford-Marktanteile schrumpfen seit Jahren. Das Unternehmen leidet auch unter Überkapazitäten, hohen betrieblichen Krankenversicherungs- und Tarifkosten. Außerdem machen Ford die ausländischen Autofirmen im heimischen Markt schwer zu schaffen. Ford will an diesem Freitag seinen beschleunigten Sanierungsplan bekannt geben.

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