+
Ford habe im Sinne einer freiwilligen Entschädigungslösung kooperiert, um einen andauernden Konflikt zu vermeiden, heißt es in der Mitteilung der Behörde. Foto: Jason Szenes

Vergleich

Ford zahlt 10 Millionen Dollar wegen Diskriminierungsklage

Chicago/Dearborn (dpa) - Der US-Autohersteller Ford hat einen millionenschweren Vergleich wegen des Vorwurfs sexueller und rassistischer Diskriminierung akzeptiert.

Der Konzern zahlt den betroffenen Mitarbeitern bis zu 10,125 Millionen Dollar (rund 8,6 Mio Euro), wie die US-Aufsichtsbehörde Equal Employment Opportunity Commission (EEOC) diese Woche mitteilte.

Die Aufseher gehen davon aus, dass es in zwei Ford-Werken in Chicago zu sexuellen und rassistischen Belästigungen weiblicher und afroamerikanischer Angestellter gekommen ist. Ihre Untersuchung habe zudem gezeigt, dass Vergeltung an Mitarbeiterinnen geübt wurde, die sich über Belästigung und Diskriminierung beschwerten.

Ford habe im Sinne einer freiwilligen Entschädigungslösung kooperiert, um einen andauernden Konflikt zu vermeiden, heißt es in der Mitteilung der Behörde. Die Einigung sehe auch vor, dass der Autobauer in den kommenden fünf Jahren Schulungen und andere Maßnahmen durchführt, damit sich solche Fälle nicht wiederholen.

Der Zeitung "Detroit News" zufolge hatten erst vier Mitarbeiterinnen wegen sexueller Übergriffe geklagt, später sei der Rechtsstreit auf 30 weibliche Angestellte ausgeweitet worden. Ford erklärte in einer Stellungnahme, es entspreche der Firmenpolitik, Diskriminierung mit "null Toleranz" zu begegnen. Auf die Vorwürfe sei angemessen reagiert worden - unter anderem mit Entlassungen.

EEOC-Mitteilung

Bericht Detroit News

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kuriose Neuerung bei dm: So reagiert der Drogerie-Riese auf den Druck von Aldi und Lidl 
dm muss reagieren. Aldi und Lidl verkaufen zunehmend Produkte, die früher dem Drogerie-Discounter vorbehalten waren. Mit einer kuriosen Neuerung will dm nun bei den …
Kuriose Neuerung bei dm: So reagiert der Drogerie-Riese auf den Druck von Aldi und Lidl 
Viele Schweinebauern denken ans Aufgeben
Die Schweinelobby schlägt Alarm: Jeder zweite Sauenhalter wolle in den nächsten Jahren das Handtuch werfen. Noch mehr Ferkel als bisher könnten dann aus dem Ausland …
Viele Schweinebauern denken ans Aufgeben
VW kündigt Beherrschungsvertrag mit MAN
München (dpa) - Die Nutzfahrzeuge-Tochter von Volkswagen kündigt den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit MAN. Diese werde zum 1. Januar 2019 wirksam, teilte …
VW kündigt Beherrschungsvertrag mit MAN
Weselsky bleibt „Mitarbeiter des Monats“: Sixt-Werbung mit GDL-Boss ist zulässig
Der Chef der Lokführergewerkschaft (GDL), Claus Weselsky, muss eine Werbung des bayerischen Autovermieters Sixt mit seinem Foto und der Bezeichnung „Mitarbeiter des …
Weselsky bleibt „Mitarbeiter des Monats“: Sixt-Werbung mit GDL-Boss ist zulässig

Kommentare