Rau fordert eine "neue Wirtschaftsethik"

- Berlin - Bundespräsident Johannes Rau hat "eine neue Wirtschaftsethik" für die Unternehmen in Deutschland gefordert. "Sie müsste vor allem von den handelnden Personen in der Wirtschaft entwickelt und vorangebracht werden", sagt Rau der Zeitschrift "Super Illu".

Die neue Ethik sei notwendig, weil "die Trennung von Kapital und Arbeit durch die anonyme Rechtsform der Aktiengesellschaft verstärkt" worden sei. "Die Steigerung des Börsenwerts ist wichtig, aber der Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen muss ebenso zu den Unternehmenszielen zählen", erklärt der Bundespräsident.<BR><BR>Politiker und Gewerkschafter kritisieren die deutsche Wirtschaft und ihre Manager. Die Manager hätten den wirtschaftsfreundlichen Kurs der Bundesregierung ausgenutzt, selbst aber seien sie nicht bereit, etwas für das Land zu tun, lautet der Vorwurf laut "Tagesspiegel am Sonntag".<BR><BR>Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Rainer Brüderle schrieb in einem Gastbeitrag der "Bild am Sonntag": "In deutschen Chefetagen waren früher Fehlleistungen die seltene Ausnahme. Heute hat man den Eindruck: Fehler im Management häufen sich. Milliarden werden in den Sand gesetzt. Aber kein Wirtschaftskapitän will die Verantwortung übernehmen."<BR>

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