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Hakan Samuelsson

MAN fordert 237 Millionen Euro Schadenersatz

München - Der Lastwagen- und Maschinenbaukonzern MAN fordert von seinem Ex-Vorstandschef Hakan Samuelsson 237 Millionen Euro Schadenersatz. Es geht um angebliche Versäumnisse in der Korruptionsaffäre.

Auch fünf weitere ehemalige Vorstandsmitglieder haben vom Aufsichtsrat inzwischen Rechnungen in dreistelliger Millionenhöhe erhalten, wie die “Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Montagausgabe berichtete. Samuelssons Anwalt Wolf-Dieter von Gronau wies die Ansprüche gegen seinen Mandanten als unbegründet zurück.

Wegen jahrelanger Schmiergeldzahlungen in den MAN-Sparten Nutzfahrzeuge und Turbomaschinen hatte die Münchner Staatsanwaltschaft dem Konzern vor einem Jahr ein Bußgeld über 150 Millionen Euro auferlegt. Weitere 70 Millionen Euro kostete MAN die Abschöpfung der Gewinne aus illegalen Geschäften sowie die interne Aufklärung des Skandals. Die gesamte Summe will der Konzern jetzt von den damaligen Vorständen wiederhaben, wobei jedes Vorstandsmitglied persönlich für den Gesamtschaden haften soll.

Die Forderung gegen Samuelsson erhob MAN schon im Sommer, die anderen Forderungen folgten laut “Süddeutscher Zeitung“ kurz vor Weihnachten. Samuelssons Anwalt Gronau sagte der Nachrichtenagentur dapd, er habe die in den Raum gestellten Ansprüche ausführlich geprüft und halte sie für unberechtigt. Auch Hornungs Anwalt Walter Graf wies die Forderung laut “Süddeutscher Zeitung“ als falsch zurück. Die Versicherungen hielten sie ebenfalls für unbegründet. Ein MAN-Sprecher lehnte jeden Kommentar ab. Der MAN-Aufsichtsrat, der die Schadenersatzforderungen stellte, wird von VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech geleitet. VW hält knapp 30 Prozent an MAN.

dapd

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