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Der frühere BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky.

Formel 1 weist Verwicklung in Affäre Gribkowsky zurück

München/London - Die Formel 1 hat eine Verwicklung in die Affäre um das rätselhafte Millionenvermögen des früheren BayernLB-Vorstands Gerhard Gribkowsky zurückgewiesen.

Weder das Unternehmen noch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hätten über die normalen Bezüge Gribkowskys hinaus Zahlungen geleistet oder wüssten von Zahlungen an den Ex-Banker, teilte die Formel-1-Gruppe am Freitag mit.

Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den noch immer in Untersuchungshaft sitzenden Gribkowsky unter anderem wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Die Ermittler werfen dem ehemaligen Risikovorstand vor, im Umfeld des Verkaufs der BayernLB- Anteile an der Formel 1 50 Millionen Dollar für ein nicht näher beschriebenes “Entgegenkommen“ erhalten zu haben. Das Geld bekam er über Umwege und brachte es in eine Stiftung in Österreich ein. Zudem habe er das Vermögen in Deutschland nicht versteuert.

Vor dem Verkauf war die Landesbank Mehrheitseigentümer der Rennserie. Der BayernLB waren die Anteile nach der Pleite des Medienzars Leo Kirch 2003 als Sicherheit für Kredite zugefallen, Gribkowsky organisierte den Verkauf des Pakets an den Finanzinvestor CVC Ende 2005. Auch dort hatte man Zahlungen stets bestritten.

Nach dem Verkauf gehörte Gribkowsky der obersten Holdinggesellschaft der Formel-Eins-Gruppe an, teilte die Formel 1 mit. Er habe aber keine operativen Befugnisse gehabt. “Für seine Dienste erhielt er jährliche Bezüge von 50 000 US-Dollar.“ Gribkowsky habe über diese Bezüge hinaus kein Geld erhalten. “Die Formel-Eins- Gruppe und Herr Ecclestone sind weder involviert in irgendwelche anderen Zahlungen an Dr. Gribkowsky oder jemanden aus seinem Umfeld noch haben sie Kenntnis von solchen Zahlungen.“

Die Staatsanwaltschaft in München geht indes davon aus, dass das Geld aus dem Umfeld der Formel 1 stammt. Medienberichten zufolge war Gribkowsky noch in anderen Firmen des weit verzweigten Ecclestone- Reichs tätig. Das Engagement bei der Firma Delta Topco etwa ist im Geschäftsbericht 2007 der BayernLB vermerkt.

dpa

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