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Vor allem der private Konsum ist laut den Experten für das Wachstum verantwortlich.

Moderates Wachstum in 2016

Forscher: Wirtschaft wächst in diesem Jahr um 1,6 Prozent

Berlin - Deutschlands Wirtschaft wird dieses Jahr moderat wachsen. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen für 2016 mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 1,6 Prozent.

Das teilten die Wirtschaftsforschungsinstitute am Donnerstag mit. Für 2017 prognostizieren sie ein Wachstum von 1,5 Prozent.

Der Aufschwung wird vor allem vom privaten Konsum getragen, wie die Wirtschaftsforscher erklärten. Die Zahl der Erwerbstätigen wird demnach weiter auf 43,5 Millionen zunehmen, Löhne und Renten werden spürbar steigen und die Inflation wird niedrig bleiben.

Überschüsse in den öffentlichen Haushalten

Die öffentlichen Haushalte werden laut dem Gutachten in diesem Jahr "deutliche Überschüsse" erzielen. Die Forscher kritisieren, dass die Wirtschaftspolitik der Regierung ihre Prioritäten bislang eher bei "konsumtiven und verteilungspolitischen Ausgaben" gesetzt habe. Sie fordern stattdessen "wachstumsorientierte Maßnahmen" wie mehr Investitionen in Bildung und eine geringere Steuerlast für Arbeitnehmer.

Das Gutachten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute dient der Bundesregierung als Grundlage für ihre eigene Frühjahrsprognose.

China ist Konjunkturrisiko

Auch für den Arbeitsmarkt zeigen sich die vier Institute zuversichtlich: So dürften in diesem Jahr rund 500.000 und im nächsten Jahr 390.000 Erwerbstätige hinzukommen. Die große Zahl an Flüchtlingen werde aber 2017 dazu führen, dass die Arbeitslosigkeit leicht steigt. Als Konjunkturrisiko sehen die Ökonomen den raschen Strukturwandel in China, weg von Exporten und Investitionen der Industrie, hin zu mehr Konsum und Dienstleistungen.

AFP

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