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Der Rechtsstreit um den Finanzkonzern Fortis hat Belgien in eine neue Regierungskrise getrieben.

Fortis verliert ca. 300 Millionen Euro nach Urteil

Brüssel - Die krisengeschüttelte belgische Fortis-Bank hat wegen eines Gerichtsurteils 295 Millionen Euro verloren. Da ein Brüsseler Gericht Mitte Dezember die Zerschlagung von Fortis vorläufig auf Eis legte, mussten gekaufte US-Dollar und britische Pfund mit Verlust wieder veräußert werden.

Das teilte die Bank am Mittwoch mit. Die Richter gaben damals einem Antrag von rund 2000 Fortis- Aktionären statt, die den Verkauf anfechten. Nach dem Urteil verschob die französische Großbank BNP Paribas die geplante Übernahme von Fortis. Die Umstände des Urteils lösten zudem eine Regierungskrise in Belgien aus. BNP Paribas wollte für die Fortis- Geschäfte in Belgien und Luxemburg 14,5 Milliarden Euro zahlen.

Fortis wollte nach eigenen Angaben mit den gekauften Fremdwährungen eine Einheit für ausgegliederte strukturierte Kreditprodukte finanzieren. In dieser Art von Papieren wurden beispielsweise Ramschkredite häppchenweise verkauft. Die Schaffung dieser Einheit war im Verkaufsvertrag an BNP Paribas vorgesehen.

dpa

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