Foto-Markt in Deutschland boomt

Köln - Der Foto-Markt in Deutschland boomt. Im vergangenen Jahr wurden nach Branchenangaben rund 8,8 Millionen Kameras verkauft, so viele wie noch nie.

  - In diesem Jahr soll die Zahl auf rund 9 Millionen steigen. "Motor des Marktes sind Digitalkameras", sagte der Vorsitzende des Photoindustrie-Verbandes, Helmut Rupsch, am Dienstag in Köln. Im vergangenen Jahr erreichte die Foto-Branche insgesamt einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden Euro, 2 Prozent mehr als 2006. Im laufenden Jahr werden weitere 1 bis 2 Prozent Wachstum erwartet. Am 23. September beginnt in Köln die Leitmesse photokina. Dazu werden rund 160 000 Besucher erwartet.

Rund 8,55 Millionen der 2007 verkauften Fotoapparate waren digitale Kameras, der Rest analoge. Neben Kompaktkameras finden auch digitale Spiegelreflexkameras immer mehr Abnehmer. Generell geht der Trend nach Angaben von Rupsch zu immer kleineren, flacheren Geräten mit immer mehr Funktionen - etwa Touchscreens oder Navigationsmodulen. "Dimensionen werden gesprengt", meinte Rupsch. Das gelte auch für das Zubehör. So gebe es inzwischen Speicherkarten, auf die 20 000 Bilder passen.

Das individuell gestaltete Fotobuch sei der stärkste Wachstumstreiber im digitalen Bildermarkt: Von 2006 auf 2007 habe sich der Absatz auf 1,5 Millionen Stück verdreifacht. Auch die Nachfrage nach digitalen Bilderrahmen steigt sprunghaft: In diesem Jahr würden voraussichtlich eine Million Stück verkauft - eine Steigerung um mehr als 170 Prozent.

Fotohandys stellen nach Einschätzung des Verbandes keine Konkurrenz für Digitalkameras dar. Vielmehr seien sie eine Ergänzung, da sie fast ausschließlich für Gelegenheitsfotos und schnelle Schnappschüsse genutzt würden.

Bei der Publikumsmesse photokina zeigen bis zum 28. September 1523 Unternehmen aus 49 Ländern Neuheiten und Trends. Rund 66 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland. "Damit wird die photokina einmal mehr ihrem Anspruch gerecht, das gesamte Angebotsspektrum der Foto- und Imaging-Branche abzudecken", sagte Koelnmesse-Geschäftsführer Oliver Kuhrt. Zum Rahmenprogramm gehören Symposien, Workshops, Wettbewerbe und Foto-Ausstellungen.

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