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Schnappschüsse: Immer mehr Deutsche nutzen Fotogeschenkdienste für Weihnachtsgeschenke.

Bilder ohne Grenzen

Fotodienste bedrucken fast alles

Tassen, Teddys und T-Shirts mit dem Motiv des Liebsten: Wer für Weihnachten noch ein persönliches Präsent sucht, wird bei Fotogeschenk-Diensten fündig. Die Anbieter bedrucken praktisch alles. Vor der Bestellung lohnt sich allerdings ein Vergleich.

Die Deutschen sind im Fotofieber. Milliarden digitaler Schnappschüsse schlummern auf den Festplatten von PCs. Und wenn in wenigen Tagen das Christkind durch deutsche Wohnzimmer zieht, wird es auch so manches T-Shirt, Mauspad, Herzkissen, Stofftier oder eine Tasche, Schneekugel oder Spardose unter den Baum legen – mit dem Konterfei des Liebsten oder der Familie.

Fotogeschenke erfreuen sich großer Beliebtheit: „Das Weihnachtsgeschäft macht 35 bis 40 Prozent des Jahresumsatzes aus“, verrät Ulf Unbehaun, Geschäftsführer beim Fotogeschenke-Portal „Personello.com“. Im Angebot hat Unbehaun fast alles, was sich bedrucken lässt und in den Haushalt passt.

Millionen Fotobücher

Ein Renner unterm Weihnachtsbaum wird auch das persönliche Fotobuch sein: Von 2006 auf 2007 verdreifachte sich die Zahl der Bestellungen bereits auf 1,5 Millionen Stück, für dieses Jahr geht der Photoindustrie-Verband von vier Millionen individuell gefertigten Photobüchern aus mit im Schnitt 120 Aufnahmen. Neben Internethändlern haben auch Drogerien und Discounter aufgerüstet – das Fototerminal gehört bei DM, Schlecker und Co. zur Standardausrüstung.

Die Produktpalette der Fotogeschenkdienste dürfte so manchen Interessenten auf den ersten Blick erschlagen: 40 verschiedene Artikel vom Lätzchen bis zur Christbaumkugel hat Personello im Angebot, Schlecker bedruckt 56 Produkte. Und neben den Standards wie Foto-Teddy, Maus-Pad und Spardose sind auf den Angebotsseiten immer wieder Überraschungen zu finden: Pixum bedruckt Pokerkarten, Puzzles und ganze Bettbezüge. PixelNet verziert sogar Kerzen mit einem Wunschmotiv. Wer bei Fotokasten.de bestellt, kann die Liebste mit Leckereien eines Schweizer Schokoladenherstellers in selbst gestalteter Verpackung überraschen. Ein Renner bereits im letzten Weihnachtsgeschäft: Leinwandbilder. Dabei wird das Foto auf Gewebe gedruckt und anschließend auf einen Keilrahmen gespannt.

Bevor das persönliche Fotogeschenk in Auftrag gegeben wird, müssen sich Verbraucher jedoch durch einen unübersichtlichen Anbieter- und Tarifdschungel kämpfen. Denn wenn es darum geht, wie viel ein Teddy mit bedrucktem Hemdchen kosten darf, sind sich die Geschenkehersteller alles andere als einig: Bei Schlecker gibt es einen Kuschelbären mit Fotoshirt für 9,99 Euro, Mitbewerber Pixum berechnet 12,99 Euro. Noch stärker unterscheiden sich die Preise für bedruckte Foto-Tassen: Der Digitalfotodienst der Drogeriekette dm brennt für 5,95 Euro ein Foto auf Keramik, bei ExtraFilm kostet der personalisierte Trinkbecher mit 13 Euro mehr als das Doppelte. Lohnenswert ist der Preisvergleich auch bei Leinwanddrucken: Pixum bannt ein Digitalfoto für 29,99 Euro auf eine echte Leinwand, bei Bildpartner.de kostet dieselbe Leistung satte 69,95 Euro.

Bildqualität beachten

Damit es bei der Herstellung der Geschenke nicht zu Fehlern kommt, sollten die wichtigen Bildelemente wie Gesichter immer genügend Abstand zum Bildrand haben. Manche Geschenke wie zum Beispiel der Foto-Teddy benötigen quadratische Quellfotos, rechteckige werden automatisch beschnitten.

Außerdem leidet die Qualität des Druckergebnisses, wenn mäßige Bilder aus der digitalen Amateurknipse als Grundlage dienen: Fotos müssen je nach gewünschter Druckgröße mit einer bestimmten Megapixel-Zahl ausgestattet sein. Für den Druck eines Leinwandfotos im Format 30 x 40 Zentimeter sind mindestens 2 Megapixel sowie Abmessungen von 1378 mal 1772 Pixel nötig. Besteller sollten die angegebenen Werte als Mindestmaß verstehen – je größer die Quellfotos sind, desto schärfer und detailgetreuer ist das Druckergebnis.

Von Sebastian Wieschowski

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