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Der Medienunternehmer Leo Kirch ist tot. Im Alter von 84 Jahren starb der Gründer der Kirch-Gruppe am Donnerstag im Kreise seiner Familie.
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Aus eigener Kraft hat der Sohn eines fränkischen Winzers einen der mächtigsten Film- und Fernsehkonzerne Europas mit fast 10 000 Beschäftigten aufgebaut. Doch im Frühjahr 2002 musste Kirch im Alter von 75 Jahren zusehen, wie sein Lebenswerk zerbrach: Die Kirch-Gruppe war pleite.
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Trotz gesundheitlicher Probleme infolge von Diabetes arbeitete Kirch aus seinem Münchner Stadtbüro weiter und mischte im Verborgenen auch in der Medienbranche mit. “Kirch ist bis zum letzten Atemzug Unternehmer“, sagte ein langjähriger Vertrauter einmal über ihn.
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Jahrzehntelang war Kirch die graue Eminenz der deutschen Medienlandschaft. Kirch galt als unersättlich, gewieft und risikobereit - eine Kombination, die nicht nur seine Gegner fürchteten.
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Durch seine Zurückhaltung in der Öffentlichkeit - lange Zeit gab es nicht einmal Fotos von dem Unternehmer - wurde der Mythos vom milliardenschweren Mogul, der die deutsche Medienkonkurrenz in Angst und Schrecken versetzt, noch verstärkt.
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Bis zuletzt schaffte es Kirch nicht, mit seinem Traum vom Bezahlfernsehen Geld zu machen. Am Ende wurden ihm die Milliardeninvestitionen in seinem Abo-Sender Premiere und das waghalsige Engagement in der Formel 1 zum Verhängnis.
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Seinen Geschäftssinn hatte Leo Kirch bereits im Alter von 29 Jahren bewiesen. Damals sicherte er sich mit geliehenem Geld in Italien die Rechte an dem Filmklassiker “La Strada“. In den Jahren darauf wurde er zu einem der wichtigsten Zulieferer der Filmbranche in Europa. Neben der größten Spielfilm-Sammlung mit weit über 10 000 Titeln sowie rund 40 000 Stunden Serien gehörten ihm bis zur Insolvenz die Fernsehsender ProSieben, SAT.1, N24 und DSF.

Trauer um Leo Kirch: Bilder aus seinem Leben

München - Der Medienunternehmer Leo Kirch ist tot. Im Alter von 84 Jahren starb der Gründer der Kirch-Gruppe am Donnerstag im Kreise seiner Familie.

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