Fotovoltaikanlage
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Bayern setzt auf Sonnenstrom: 600 000 Fotovoltaik-Anlagen gibt es im Freistaat

Fotovoltaik

Kein Geld ohne Registrierung

  • Martin Prem
    vonMartin Prem
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Kein deutsches Bundesland setzt so sehr auf Sonnenstrom wie Bayern. 600 000 Fotovoltaik-Anlagen gibt es im Freistaat.

Doch für 150 000 von ihnen droht ab Februar 2020 die Einstellung der Vergütung für den eingespeisten Strom. Denn rund ein Viertel der Betreiber hat es bis Ende 2020 versäumt, sich amtlich bei der Bundesnetzagentur zu registrieren. Die entsprechende Frist läuft am 31. Januar aus. Darauf weist der Verband der bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) hin. Das gilt nicht nur für Solaranlagen, sondern beispielsweise auch für Windräder oder Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen, die unmittelbar oder mittelbar an ein Stromnetz angeschlossen sind, aber auch diverse andere Anlagen, die mit Gas oder Strom zu tun haben.

Der Verband appelliert an die Betroffenen, dies noch rechtzeitig nachzuholen. Die Online-Registrierung unter marktstammdatenregister.de dauert rund eine halbe Stunde, wenn man die Daten griffbereit hat. Dazu gehören beispielsweise Standortdaten, Kontaktinformationen, technische Anlagendaten und die Unternehmensform. Man kann die Aufgabe nach Angaben des VBEW aber auch von einem Dienstleister erledigen lassen.

Möglicherweise könnte die schleppende Anmeldung auch mit der Angst vieler Betreiber vor dem Finanzamt zu tun haben. „Die meisten Anlagendaten im Marktstammdatenregister sind für jedermann zugänglich“, sagt VBEW-Geschäftsführer Detlev Fischer. „Da werden wohl einige Anlagenbetreiber auch Angst vor dem Finanzamt haben, denn der recht ordentliche Gewinn aus dem Betrieb einer Photovoltaik-Anlage muss regelmäßig versteuert werden.“ mp

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